Internationale Zukunftslabore

Spitzenforschung lebt vom internationalen Austausch: Dafür hat das Bundesforschungsministerium den Wettbewerb „Zukunftslabore" gestartet, der Forscherinnen und Forscher aus aller Welt zu Zukunftsfragen der Künstlichen Intelligenz zusammenbringt.

Keyvisual Internationale Zukunftslabore
Keyvisual Internationale Zukunftslabore © BMBF

Deutschland ist in der KI-Forschung hervorragend aufgestellt. Doch wissenschaftliche Exzellenz lebt vom Austausch mit den weltweit Besten. Das Bundesforschungsministerium möchte daher die grenzüberschreitende Forschungszusammenarbeit stärken und gleichzeitig die Sichtbarkeit des Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland erhöhen. Dafür wurde am 22. März 2019 ein Wettbewerb zum Aufbau von Internationalen Zukunftslaboren gestartet. Dort sollen exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsfragen in der Künstlichen Intelligenz (KI) arbeiten. Frist für die Einreichung der Projektskizzen war der 21. Juni 2019.

Diese drei Zukunftslabore bringen KI-Forscherinnen und -forscher aus dem In- und Ausland zusammen

Am 1. Mai haben die folgenden drei Forscherteams in Berlin, Hannover und München in „Internationalen Zukunftslaboren“ ihre gemeinsame Forschung zu aktuellen Fragen der Künstlichen Intelligenz (KI) begonnen.

Künstliche Intelligenz für Erdbeobachtung nutzen

Das Zukunftslabor „AI4EO“ – geleitet von der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – wird sich mit der Entwicklung von KI-Technologien für die Erdbeobachtung befassen. So sollen etwa Satelliten-Daten mithilfe von intelligenter Big-Data-Analyse die globale Urbanisierung, die Ernährung der Weltbevölkerung oder das Management von Naturgefahren modellieren. Auf diese Weise können die smarten Daten aus dem All Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern am Boden beispielsweise helfen, nachhaltige und lebenswerte Städte zu gestalten oder Waldbrände frühzeitig einzudämmen.

Künstliche Intelligenz und Personalisierte Medizin

Ein von der Leibniz Universität Hannover koordiniertes Zukunftslabor arbeitet an intelligenten, zuverlässigen und verantwortlichen Systemen mit einem Anwendungsschwerpunkt auf der personalisierten Medizin. Ziel der Forscherinnen und Forscher des „LeibnizKILabor“ ist es, durch Maschinelles Lernen unter anderem die Diagnostik und Medikamentenentwicklung zu beschleunigen und die individuelle Behandlung zu verbessern.

Effizientere Biolabore durch Künstliche Intelligenz

Das dritte Zukunftslabor „KIWI-biolab“ wird KI-Technologien nutzen, um Daten zu Mikroorganismen zu analysieren und Computer in die Lage zu versetzen, Laborexperimente selbständig zu planen. Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung neuer Medikamente und der Produktion nachhaltiger Kunst- und Rohstoffe. Dieses Forscherteam wird von der Technischen Universität Berlin gesteuert.

Warum werden die Zukunftslabore gefördert?

Für Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft – aus Deutschland und der Welt – wird mit den Internationalen Zukunftslaboren ein herausragender Innovationsraum geschaffen, der „KI Made in Germany“ in die Anwendung bringen und als international anerkannte Marke etablieren will.