Internationalisierungsstrategie

Die Strategie zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung gibt Antworten der Bundesregierung auf die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs an unser Wissenschafts- und Innovationssystem.

Die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung

Bildung, Forschung und Innovation befinden sich in Deutschland im Zuge der Globalisierung und der wachsenden internationalen Verflechtung in beständigem Wandel. Der aktuelle Koalitionsvertrag führt hierzu aus: "Verschärfte internationale Konkurrenz, auch aus den schnell wachsenden Schwellenländern, ein rasanter wissenschaftlicher und technischer Fortschritt, insbesondere die Digitalisierung, der demografische Wandel, unter anderen mit dem Fachkräftemangel, und die Knappheit natürlicher Ressourcen stellen uns vor neue Herausforderungen. Deshalb stellen wir in den kommenden Jahren Innovation, Investitionen, Integration in gute und produktive Arbeit und Internationalisierung in den Mittelpunkt unserer Strategie." (Deutschlands Zukunft gestalten - Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, 18. Legislaturperiode, S. 13)

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Grundlage des internationalen Handelns der Bundesregierung in den Bereichen Wissenschaft und Forschung ist die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung "Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken". Diese wurde 2008 unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet. Sie definiert vier Zielfelder:

  1. Die Forschungszusammenarbeit mit den weltweit Besten stärken
  2. Innovationspotenziale international erschließen
  3. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Bildung, Forschung und Entwicklung nachhaltig stärken
  4. International Verantwortung übernehmen und globale Herausforderungen bewältigen

Diese Strategie wird nunmehr im Lichte der Veränderungen in den vergangenen Jahren (z.B. durch die Entwicklung und Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums und die zunehmende Bedeutung der internationalen Berufsbildungskooperationen etc.) unter Federführung des BMBF weiterentwickelt. Damit erfüllt das BMBF auch einen Auftrag des Koalitionsvertrags.

Als Grundlage für diesen Prozess hat das BMBF einen Aktionsplan "Internationale Kooperation" erstellt. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat diesen Plan im Rahmen der Nationalen Konferenz „Wissen global vernetzen – Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung“ am 2. Oktober 2014 in Berlin vorgestellt.

Der Aktionsplan des BMBF

Das BMBF hat vor dem Hintergrund der zukünftigen Herausforderungen der Internationalisierung einen Aktionsplan erarbeitet. Dieser knüpft an die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung an.

Der Aktionsplan zeigt anhand von konkreten Maßnahmen und Initiativen, wie das BMBF seine internationale Zusammenarbeit in den kommenden Jahren gestalten wird. Er enthält auch Beispiele für Vorhaben des BMBF, die als Vorbilder für weitere Maßnahmen im Hinblick auf ihren strukturellen Ansatz, die Vernetzung und Wirkung dienen können ("Leuchttürme").