Investitionen in Wissenschaft retten Menschenleben

Im Interview mit der DPA hebt Anja Karliczek die Bedeutung der Forschung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hervor und betont den Wert wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Gesellschaft. Dieser sei heute so deutlich wie selten zuvor. 

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung © BMBF/Laurence Chaperon

Außerdem verwies Karliczek in dem Interview auf die in "Rekordzeit" erfolgte Impfstoffentwicklung.

Vernetzt über die Kontinente hinweg hätten Forscher in kürzester Zeit das Wissen über das Coronavirus und die Covid-19-Erkrankungen von Monat zu Monat in nie da gewesener Geschwindigkeit vermehrt. Die Pandemie zeige wie unter einem Brennglas, dass Investitionen in die Wissenschaft Menschenleben retteten, sagte Karliczek. "Jeder Cent, den die Steuerzahler in den vergangenen Jahrzehnten in die virologische Forschung gesteckt haben, hat sich zigfach bezahlt gemacht."

Sparen an der Wissenschaft wäre zutiefst falsch

Die Ministerin warnte davor, in Zukunft bei Ausgaben für Bildung und Forschung zu kürzen. "Wir werden angesichts der Rekordausgaben in dieser Pandemie auch einmal wieder über Einsparungen reden müssen. Meine feste Überzeugung ist jedoch: Sparen an der Wissenschaft und an der Bildung wäre zutiefst falsch. Wir werden sogar noch mehr in die Forschung investieren müssen." Die Gefahr neuer Pandemien sei real. Es gelte Vorsorge zu treffen.