Israelische und deutsche Wissenschaftler arbeiten noch enger zusammen

Bei ihrem Besuch in Israel hat Bundesministerin Johanna Wanka die Gründung zweier neuer Forschungszentren bekanntgegeben. "Die Minerva-Zentren sind das Kronjuwel der deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen", sagte sie in Rehovot.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat bei ihrem Besuch in Israel zwei neue Minerva-Forschungszentren eröffnet. "Die Minerva-Zentren sind das Kronjuwel der deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen", sagte Wanka in Rehovot. Eines der Zentren ist am Weizmann-Institut neu eingerichtet worden, das zweite Minerva-Zentrum forscht an der Bar Ilan Universität. Minerva-Zentren sind ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder: Sie werden bereits seit 1975 gefördert. In Israel gibt es nun 24 solcher Forschungszentren.

Johanna Wanka und Daniel Zajfman, Präsident des Weizmann-Instituts.
Johanna Wanka und Daniel Zajfman, Präsident des Weizmann-Instituts. © Weizmann Institute of Science

Wanka hat außerdem auch den ARCHES Preis, Award for Research Cooperation and Highest Excellence in Science, übergeben, der seit 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung an herausragende deutsche und israelische Nachwuchswissenschaftler für gemeinsame Forschungsarbeiten vergeben wird. Der diesjährige Preis geht an das Team von Rebekka Voß von der  Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Maoz Kahana von der Tel Aviv Universität. Sie haben gemeinsam zum Thema  "Jenseits der Grenzräume: Wandernde Konzepte und die Entstehung des Jüdischen und Christlichen Selbst im Europa der frühen Neuzeit" geforscht.

Wanka war als erste Bundesministerin anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen nach Israel gereist. Ihr Aufenthalt endete heute mit einem Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem. „Vom 50. Jubiläumsjahr geht die Botschaft aus, dass die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter im Zentrum des deutsch-israelischen Verhältnisses stehen wird. Das ist der Auftrag der Geschichte. Und es ist unser Anspruch für die Zukunft“, sagte Johanna Wanka zum Abschluss ihrer Reise.