Jetzt bewerben für zentrale MINT-Vernetzungsstelle

Kompetenzen zusammenbringen, Best-Practice-Beispiele teilen, neues Wissen generieren, Qualität prüfen und verbessern: Das sind die Ziele der „MINT-Kompetenz- und Vernetzungsstelle“, die das BMBF jetzt zur Förderung ausgelobt hat.

Schülerinnen im Labor
Schülerinnen experimentieren im Labor. © HighwayStarz- stock.adobe.com

Gute MINT-Bildung braucht starke Partner – in Initiativen und Vereinen vor Ort, in Wissenschaft und Wirtschaft sowie in der beruflichen und akademischen Bildung – und nicht zuletzt in den Schulen. Das Bundesforschungsministerium möchte all diese Akteure unter einem Dach vereinen. Sie sollen sich noch enger vernetzen und gemeinsam die MINT-Bildung in Deutschland voranbringen. Um das zu erreichen, hat das BMBF heute eine bundesweite „MINT-Kompetenz und Vernetzungsstelle“ zur Förderung ausgelobt.

Die Förderung ist eine neue Initiative im MINT-Aktionsplan. Interessierte können sich ab sofort als Verbund bewerben. Voraussetzung: Sie müssen die Vielfalt der MINT-Landschaft widerspiegeln und MINT-Expertise vereinen. Bewerbungsskizzen können bis zum 06. März  2020 eingereicht werden.

„Deutschland ist international führend in MINT. Das zeigt nicht zuletzt der diesjährige OECD-Bericht ‚Bildung auf einen Blick‘“, sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. „Aber wir wollen noch mehr Kinder und Jugendliche für MINT begeistern. Es gibt bereits viele Initiativen und Vereine, die darin spitze sind – doch jeder für sich kann nur begrenzt etwas bewirken! Daher wollen wir jetzt die zentrale Kompetenz- und Vernetzungsstelle aufbauen. Sie soll Initiativen und Akteure der MINT-Bildung bundesweit vernetzen. Gute Beispiele aus der Praxis bringen wir so in alle Ecken des Landes. Damit das gelingt, soll die Vernetzungsstelle auch eine digitale Plattform aufbauen. Ich bin davon überzeugt, dass die MINT-Bildung dadurch noch effektiver wird. Das ist ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, das wir mit dem MINT-Aktionsplan einlösen“, so Karliczek.

Akteure sollen besser vernetzt werden

Für die MINT-Kompetenz- und Vernetzungsstelle stellt das BMBF bis zu 12 Millionen Euro für fünf Jahre bereit – bei positiver Evaluation ist eine regressive Förderung um weitere drei Jahre möglich. Zu den Aufgaben der Vernetzungsstelle zählt auch die Netzwerkarbeit mit den neuen MINT-Clustern, die MINT-Angebote für Jugendliche in ganz Deutschland verbessern sollen.

Darüber hinaus soll die Vernetzungsstelle Prozesse und Methoden der Qualitätssicherung in der MINT-Bildung entwickeln. Dazu kann sie sowohl selbst Studien durchführen, als auch auf den engen Austausch mit der MINT-Bildungsforschung setzen, deren Förderung ebenfalls vom BMBF intensiviert wird.

Ein Element der Vernetzung soll die „MINT-E-Plattform“ werden, welche die Vernetzungsstelle konzipieren und umsetzen soll. Dort sollen sich primär Akteure der MINT-Bildung digital vernetzen und austauschen können. Bei Bedarf kann die Plattform weiterentwickelt und auf weitere Nutzer ausgeweitet werden.