"Jugend forscht" feiert den 50. Geburtstag

Ein halbes Jahrhundert Faszination für Technik und Naturwissenschaft: Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb "Jugend forscht" feiert das 50. Jubiläum. "Der Wettbewerb ist zu einer Talentschmiede geworden", sagte Johanna Wanka.

Johanna Wanka mit den Preisträgerinnen und Preisträgern beim Festakt in Ludwigshafen. © Bundespresseamt / Thomas Lohnes

Die Bestimmung des Vitamin-C-Gehalts von Gartenkresse, ein Roboter, der verdrehte Zauberwürfel selbstständig zurück in die Ausgangslage puzzelt oder besserer Schutz des Grundwassers vor Nitrat aus der Landwirtschaft - jedes Jahr aufs Neue beteiligen sich Schülerinnen und Schüler mit solch ideenreichen Projekten bei "Jugend forscht". Jetzt wird Deutschlands bekanntester und Europas erfolgreichster Nachwuchswettbewerb 50 Jahre alt.

Das Jubiläum wurde mit einem Festakt in Verbindung mit der Bekanntgabe der Bundessieger des diesjährigen Wettbewerbs im Feierabendhaus der BASF in Ludwigshafen gefeiert. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht, verlieh dabei u.a. den Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit.

Den "Preis der Bundeskanzlerin fuer die originellste Arbeit" verlieh Johanna Wanka an Florentine Mostaghimi-Gomi und Ole Keim (beide Gymnasium Heidberg Hamburg) für ihre Arbeit "Pygmy Hippopotamus - Analyse eines Fossilfundes in Sedimenten des Mitteleren Miozaens in Westzypern".

"Der Wettbewerb ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte und in den vergangenen Jahrzehnten zu einer nationalen Institution geworden. Zum 50-jährigen Jubiläum gratuliere ich Jugend forscht sehr herzlich", sagte Johanna Wanka. "Der Wettbewerb gibt den jungen Forscherinnen und Forschern eine Plattform, um selbstbewusst mit eigenen Ideen neue Wege zu gehen, dabei die wissenschaftliche Welt zu erkunden und sich für sie zu begeistern. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen immer wieder, zu welch faszinierenden Leistungen die Schülerinnen und Schüler fähig sind. Der Wettbewerb ist zu einer Talentschmiede für den naturwissenschaftlichen-technisch interessierten Nachwuchs geworden. Viele erfolgreiche Teilnehmer bleiben auch nach dem Wettbewerb ihrem Forschungsfach treu."