Jugend forscht: Wir fördern Talente

Ob Technikfreak, begeisterte Biologin oder Mathe-Fan – mit einer ungewöhnlichen Idee kann jede und jeder beim Experimentier-Abenteuer dabei sein. Denn beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ ist echter Forscher- und Erfindergeist gefragt.

Bundesministerin Johanna Wanka bei der Festveranstaltung "50 Jahre Jugend forscht" © Bundespresseamt / Thomas Lohnes

Vom akustischen Farbdetektor für Sehbehinderte über einen solarbetriebenen Walkman bis hin zur Stromproduktion aus Joghurt – schon seit 51 Jahren beweisen die Teilnehmenden beim Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“, dass sich scheinbar unmögliche Ideen in die Realität umsetzen lassen. Mehr als 250.000 junge Forscherinnen und Forscher haben in den letzten Jahrzehnten mit ihren Beiträgen sprichwörtlich nach den Sternen gegriffen. Und auch heute braucht die Welt die mutigen Ideen der Jugend, ob bei der Lösung ganz alltäglicher Probleme oder bei der Suche nach Antworten auf tagesaktuelle Fragen der Wissenschaft.

Im Wettbewerb „Jugend forscht“ und in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ können Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende zeigen, was in ihnen steckt – und mit welchen Ideen sie die Welt verbessern wollen. Über 12.000 junge Talente nutzen jedes Jahr diese Chance und stellen – allein oder im Team – ihr Projekt aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik vor. Schülerinnen und Schüler, die 14 Jahre oder jünger sind, treten dabei in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ an. Junge Erwachsene zwischen 15 und 21 Jahren starten bei „Jugend forscht“. Alle Teilnehmenden messen sich zunächst im Februar eines jeden Jahres bei einem der Regionalwettbewerbe in ganz Deutschland. Wer dort gewinnt, tritt im März beim Landeswettbewerb an. Für die Landessieger in der Alterssparte „Jugend forscht“ geht es dann zum Bundeswettbewerb im Mai, dem Höhepunkt der Wettbewerbsrunde. Den Bestplatzierten winken neben Ruhm und Ehre auch Geld- und Sachpreise. Und: Wer mitmacht, profitiert auch nach dem Wettbewerb von den gesammelten Erfahrungen. Viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Jugend forscht“ bleiben ihren Interessen treu und machen Karriere in Wissenschaft und Wirtschaft.

Der Wohlstand unseres Landes hängt in entscheidendem Maße von Forschung und Innovation, von der Kreativität und dem Ideenreichtum seiner Bürgerinnen und Bürger ab. Jugend forscht leistet einen wichtigen Beitrag, um diesen Schatz zu heben. Der Wettbewerb vermittelt Kindern und Jugendlichen Freude an Wissenschaft und Forschung.

Johanna Wanka

„Jugend forscht“ ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, der Zeitschrift "stern" und der Wirtschaft. Die Kultusministerien und Schulen unterstützen den Wettbewerb maßgeblich.Schirmherr ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Rund 250 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft richten die Wettbewerbe aus, stiften Preise und fördern weitere Aktivitäten. Rund 5000 Lehrer unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuer und Wettbewerbsleiter. Mehr als 3000 Fach- und Hochschullehrer sowie Experten aus der Wirtschaft bewerten die Arbeiten.