Jung, interdisziplinär und erfolgreich!

Forschungsnachwuchs der Mensch-Technik-Interaktion präsentiert Ergebnisse aus fünfjähriger Arbeit

Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher  aus dem Bereich der Mensch-Technik-Interaktion präsentieren am heutigen Donnerstag im Aachener Digital Capability Center die Ergebnisse ihrer fünfjährigen Arbeit. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelten acht fachübergreifende Teams technische Lösungen, die unser Leben künftig in unterschiedlichsten Bereichen vereinfachen sollen. Dabei standen die jungen Forscherinnen und Forscher stets im Austausch mit zukünftigen Anwendergruppen.

Staatssekretär Wolf-Dieter Lukas betont: „Das Miteinander von Mensch und Technik ist heute Normalität. Daran arbeiten Informatiker und Ingenieure mit Soziologen oder Psychologen. Im Nachwuchswettbewerb ‚Interdisziplinärer Kompetenzaufbau‘ haben acht Forschergruppen ihr Können gezeigt. Sie entwickelten etwa Exoskelette, die Menschen beim Tragen helfen. Vier Produkte sind auf dem Markt, 150 Publikationen, 12 Patentanmeldungen und viele Preise sprechen für sich. Die Zukunft ist interdisziplinär. Die interdisziplinären Forscherteams aus unserem Nachwuchswettbewerb sind eine Bereicherung für den Forschungsstandort Deutschland.“

Die Forschungsgruppe smart ASSIST entwickelte beispielsweise über 20 Ansätze für Exoskelette, die Menschen bei körperlichen Arbeiten entlasten. Diese unterstützen Arme, Beine, den Rücken oder die Schultern und können etwa in Produktionsbetrieben oder in der Pflege eingesetzt werden. Die Projektgruppe wearHEALTH, entwickelte die frei verfügbare Android App „Stress-Mentor“, die spielerisch das Erlernen von Entspannungsmethoden unterstützt. Zudem entwarf die Gruppe ein System, das über Sensoren Bewegungen detailliert erfasst und zur Unterstützung von Rehabilitationsmaßnahmen auswertet. Beide Projekte sind nicht nur preisgekrönt, die Projektgruppen haben auch bereits jeweils eine Firma gegründet, mit der sie ihre Produkte künftig vertreiben werden.

Den Erfolg der Projekte bestätigen daneben die insgesamt circa 150 Publikationen, 15 Promotionen, vier Ausgründungen, zwölf Patentanmeldungen, diverse Preise sowie die circa 1 Millionen Euro an Drittmitteln, die akquiriert wurden.

Hintergrund:

Mit dem Wettbewerb „Interdisziplinärer Kompetenzaufbau“ setzte das BMBF neue Akzente in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Ministerium stellte insgesamt rund 22 Millionen Euro für den Aufbau interdisziplinärer Arbeitsgruppen von acht hochqualifizierten Postdoktorandinnen und Postdoktoranden zur Verfügung. Sie waren angehalten, innovative Konzepte für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu finden und dabei ethische, rechtliche und soziale Implikationen technologischer Entwicklungen zu berücksichtigen.

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