Karliczek eröffnet Diskussion zur Integration durch Bildung

BMBF unterstützt den Nationalen Aktionsplan Integration der Bundesregierung in den Themen Bildung, Ausbildung und Berufsanerkennung

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Bildung und Ausbildung sind entscheidend für eine gelingende Integration in Deutschland und für den individuellen beruflichen Erfolg. Der Wohlstand unseres Landes hängt auch davon ab, dass jede und jeder Einzelne seine Fähigkeiten einbringen und bestmöglich entwickeln kann. Mit unserem Beitrag zum Nationalen Aktionsplan Integration stellen wir die Weichen dafür, dass das auch in Zukunft überall gelingt."

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat heute gemeinsam mit der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, einen breiten Beteiligungsprozess zur Integration von Migranten eröffnet.

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Integration (NAP-I) verantwortet das BMBF die Themen "Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen (Berufsanerkennung)" und "Bildung und Ausbildung als Grundstein für gelingende Integration und Teilhabe (Bildung/Ausbildung)". Zusammen mit den Ländern, Migrations- und Wohlfahrtsorganisationen und den Sozialpartnern wird das BMBF Ansätze in diesen Feldern ergänzen, weiterentwickeln und steuern. Ziel des BMBF wie des NAP-I ist die Integration in Deutschland nach dem Grundsatz "Fördern und Fordern" zu stärken.

Staatsministerin Widmann-Mauz erklärte: "Wenn alle Menschen in Deutschland ihre Potenziale voll einbringen können, nutzt das jedem Einzelnen, aber auch der ganzen Gesellschaft. Dafür brauchen wir gute Bildung und Ausbildung von Anfang an und weitere Verbesserungen bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen. Im Nationalen Aktionsplan Integration gehen wir das gemeinsam mit den Ländern, Kommunen, der Zivilgesellschaft und den Migrantenorganisationen kraftvoll an."

Das BMBF fördert zahlreiche Maßnahmen, die der Bildung von Menschen mit Migrationshintergrund – mit und ohne Fluchterfahrung – zugutekommen.  Dies reicht von der beruflichen Bildung mit Programmen wie Bildungsketten, Berufsorientierung für Flüchtlinge und KAUSA über außerschulische Angebote etwa im Rahmen von "Kultur macht stark" bis hin zu den Hochschulen, wo der DAAD dabei unterstützt wird, Geflüchteten gute Beratung, sprachliche Vorbereitung und fachliche Unterstützung anzubieten.

Zudem wurde mit den Anerkennungsgesetzen von Bund und Ländern ein Rechtsanspruch auf Prüfung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen mit dem jeweiligen deutschen Referenzberuf eingeführt. Der Nachweis der Berufsanerkennung ist für die Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten von zentraler Bedeutung. Das BMBF stärkt die Berufsanerkennung durch flächendeckende Informations- und Beratungsangebote und hat den "Anerkennungszuschuss" für Geringverdiener eingeführt, damit finanzielle Hürden beim Zugang zum Anerkennungsverfahren ausgeräumt werden.