Karliczek: „Gemeinsam gestalten wir die kommunalen Bildungslandschaften von morgen“

Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2021 eröffnet / Jeder soll passgenaue Bildungsangebote erhalten können / Gutes Bildungsmanagement ist auch ein Standortfaktor

Zur heute beginnenden Bundeskonferenz der „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Die Kommunen spielen in unserem Bildungsföderalismus eine wichtige Rolle. Gerade sie können den digitalen Wandel in der Bildung mitgestalten und entschieden vorantreiben. Sie sind der Ort, an dem die Menschen ihre täglichen Erfahrungen mit unserem Bildungssystem machen- vom Kindergarten über die Schule bis hin zu Berufsbildung und Weiterbildung. Sie sind der Ort, an dem die Menschen leben und zuhause sind, an dem sie ihren Bildungsweg gehen. Als Träger vieler Bildungseinrichtungen tragen sie eine große Verantwortung. Dabei werden sie vom Bund bestmöglich und bedarfsgerecht unterstützt.

Das kommunale Bildungsmanagement ist ein wichtiger Baustein, um die deutsche Bildungslandschaft fit zu machen für das 21. Jahrhundert. Die „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ des BMBF hat seit 2014 dazu beigetragen, dass deutschlandweit erfolgreiche Modelle kommunaler Bildungssteuerung etabliert und verbreitet wurden. Das digitale Zeitalter verlangt nun, dass das Bildungssystem weiterentwickelt wird. Dafür wird das BMBF das kommunale Bildungsmanagement mit neuen Programmen unterstützen und so die kommunalen Bildungslandschaften von morgen mitgestalten. Ziel ist, dass die Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebensphasen passgenaue Bildungsangebote machen können und so die Bildungschancen für alle ausbauen. Sie verbessern ihre Standortattraktivität und stärken eine positive Stadt- und Regionalentwicklung.“

Die kommunale Perspektive wird bei der Bundeskonferenz vertreten durch den Präsidenten des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, Burkhard Jung:

„Lebenslanges Lernen wird für uns alle immer wichtiger. Die Erwartungen der Menschen an bestmögliche Bildungsangebote steigen. Ob Bildung gelingt, entscheidet sich vor Ort, dort, wo die Menschen leben. Die Städte engagieren sich für vielfältige und zeitgemäße Bildungsformate für uns alle. Dabei kommt es auf qualifiziertes Personal und anregende Lernorte mit einer zeitgemäßen Ausstattung an. Egal ob in Kitas, Schulen oder Bibliotheken, bei der beruflichen Ausbildung oder der Weiterbildung an den Volkshochschulen: Die Städte schaffen ein dichtes Netz aus Bildungsangeboten für alle Lebensphasen.

Wir brauchen ein kommunales Bildungsmanagement vor Ort, das klare Ziele verfolgt und uneitel dokumentiert, was erreicht wird. Wenn wir wissen, wie vorhandene Lernangebote wirken, lassen sich bildungspolitische Ziele und konkrete Maßnahmen in den Städten besser miteinander verknüpfen. Gemeinsam und im transparenten Austausch können wir Bildungsprozesse verbessern.“


 

Hintergrund:

Das BMBF engagiert sich seit Jahren für eine Stärkung der Bildung in den Regionen. Kern der Aktivitäten ist hierbei die „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ (TI), in deren Rahmen deutschlandweit erfolgreiche Modelle kommunaler Bildungssteuerung etabliert und verbreitet wurden. Dabei konnten wichtige Impulse für den Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements (DKBM) gesetzt werden.

Die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement findet alle zwei Jahre statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die für 2020 geplante Veranstaltung verschoben und findet nun digital statt. Dabei liegt ein besonderer thematischer Schwerpunkt auf der Bildungsteilhabe als Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration Neuzugewanderter. Gut vier Jahre hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kommunale Koordinierung von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte gefördert. Bundesweit 321 Landkreise und Städte haben vor Ort passende Formen der Zusammenarbeit entwickelt und das kommunale Management einer „Integration durch Bildung“ vorangebracht.  Die Konferenz zeigt innovative Ideen und Erfolge im Förderprogramm.