Karliczek: „Gemeinsame Initiative „Leistung macht Schule“ bewährt sich in Zeiten der Corona-Pandemie“

Zwischenstand zur Bund-Länder-Initiative zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern / Erfahrungsaustausch mit Schulpraxis und Forschenden

Nach dem Erfahrungsaustausch mit einer Reihe von Beteiligten an der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ resümiert Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

„Damit unser Bildungssystem auch leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gerecht wird, bedürfen sie gezielter Förderung. Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern „Leistung macht Schule“ unterstützt solche jungen Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder sozialen Status. Es geht mir ganz besonders auch um diejenigen, die nicht von klein auf vom Elternhaus gefördert werden.

Im Rahmen der Initiative erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit den Schulen Konzepte, mit denen Lehrkräfte die Potenziale ihrer Schülerinnen und Schüler früher entdecken und gezielter im Regelunterricht fördern können. Eine leistungsförderliche Schulkultur ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Wir wollen Lehrkräfte in die Lage versetzen, jedes Kind bestmöglich zu fördern. Denn jedes Kind hat ein Recht darauf, seine Talente zu entfalten. Das ist auch eine Frage von Bildungsgerechtigkeit. Die klugen Köpfe von morgen zu erkennen und zu fördern ist aber nicht nur gerecht, sondern eine entscheidende Investition in die Zukunft unseres Landes. Zu beiden Zielen trägt die Initiative „Leistung macht Schule“ bei.

Ich war beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement, mit denen die beteiligten Forschenden und Lehrkräfte ihre Arbeit trotz der durch die Corona-Pandemie erschwerten Bedingungen fortsetzen. Gerade in Zeiten von Distanzlernen ist es wichtig, dass kein Kind zurückgelassen wird. Die Digitalisierung ist dabei ein ganz wichtiger Baustein.

Im Mittelpunkt unseres Gesprächs standen die Schulentwicklungsprozesse, die mit der Initiative angestoßen werden. Sie kommen allen Schülerinnen und Schüler zu Gute, da sie individueller und leistungsgerechter gefördert werden können. Für mich ist entscheidend, dass die entwickelten Konzepte und Ideen in den kommenden Jahren in möglichst vielen Schulen in Deutschland angewendet werden.

Die Initiative – das hat der Austausch deutlich gezeigt – ist ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Forschung und Praxis. Ich möchte, dass wir diese Zusammenarbeit weiter vertiefen.“


 

Hintergrund:

Die gemeinsame Initiative „Leistung macht Schule“ läuft von 2018 bis 2027. Bund und Länder finanzieren sie zu gleichen Teilen mit insgesamt 125 Mio. Euro. Bundesweit sind 300 Schulen beteiligt. Diese begeben sich über einen Zeitraum von zehn Jahren in einen gemeinsamen Entwicklungsprozess mit einem Forschungsverbund. Unterstützt wird diese Zusammenarbeit durch eine enge Vernetzung der Schulen untereinander. So können Wissenschaft und Schulen voneinander lernen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erarbeiten in der ersten Phase der Initiative (2018-2023) gemeinsam mit den Schulen Konzepte, Strategien und Maßnahmen, mit denen Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht so ausrichten können, dass sie die Potenziale ihrer Schülerinnen und Schüler früher entdecken und gezielter im Regelunterricht fördern können.

In der zweiten Phase der Initiative (ab 2023) wird es dann vor allem um den Transfer der entwickelten Konzepte in möglichst viele weitere Schulen gehen.

An dem heutigen Gespräch mit Bundesministerin Karliczek nahmen Vertreterinnen und Vertreter von sieben an der Initiative beteiligten Schulen teil sowie zwei Wissenschaftlerinnen aus dem Forschungsverbund und Vertreter der Kultusministerien Hamburgs, Hessens und Bayerns.