Karliczek: „Lesen lernen und Leseförderung sind zentrale Bausteine für die kindliche Entwicklung“

Bundesbildungsministerium fördert bundesweites Programm „Lesestart 1-2-3“ zur frühen Leseförderung in Deutschland.

Bundesministerin Anja Karliczek übergibt Kindern in einer Kinderaztpraxis bei einer U6-Untersuchung ein Lesestartset. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Stiftung Lesen hat ein neues Leseförderprogramm unter dem Titel „Lesestart 1-2-3“ schon für die Kleinsten aufgelegt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat in Ibbenbüren die ersten Lesestart-Sets für Familien mit Kindern im Alter von einem Jahr übergeben. Dazu erklärt sie:

„Gut lesen zu können ist ein Schlüssel, sich die Welt zu eröffnen. Lesen fördert die Entwicklung unserer Kinder. Darum ist es so wichtig, schon in den jüngsten Jahren die Freude am Lesen zu wecken. Lesen macht glücklich und ist eine Grundkompetenz für ein erfolgreiches Erwachsenenleben. Eltern können durch regelmäßiges Vorlesen und durch gemeinsames Lesen mit ihren Kindern bereits in den ersten Lebensjahren das Lesen fördern und den Weg für eine gute Bildung bereiten. Genau hier setzt mein Haus an und ermöglicht das bundesweite Leseförderprogramm Lesestart 1–2–3.“ Lesen lernen und Leseförderung seien zentrale Bausteine für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern.

Hintergrund:

Die teilnehmenden Kinderarztpraxen in Deutschland werden in diesem Jahr mit rund 450.000 Lesestart-Sets von der Stiftung Lesen ausgestattet, um diese an Eltern mit einjährigen Kindern im Rahmen der „Einjahresuntersuchung (U6)“ zu verteilen. Die Stofftasche beinhaltet ein altersgerechtes Buch und vertiefende, leicht verständliche und mehrsprachige Informations­materialien zum Thema Vorlesen und Erzählen in den Familien. Es geht um einen leichten Zugang und Motivation für das Lesen und Vorlesen. Auch in Familien, wo Vorlesen bisher nicht alltäglich war, sollen Eltern zum Vorlesen ermuntert werden. Bis 2026 fördert das BMBF das Programm mit einem Gesamtfördervolumen von rund 21 Mio. Euro. Es wird auch wissenschaftlich begleitet. Hierzu werden Eltern, Kinderärzte und weitere Akteure des Programms anhand von Fragebögen und Interviews befragt.

Das Programm wird in den kommenden Jahren insgesamt drei Geburtsgruppen ausstatten. Pro Altersgruppe stellt „Lesestart 1-2-3“ Eltern für deren Kinder in den ersten drei Lebensjahren jeweils ein Lesestart-Set zur Verfügung. Für die ersten beiden Altersgruppen sollen rund 5.000 Kinder- und Jugendarztpraxen die Lesestart-Materialien bei der U6- bzw. U7-Untersuchung übergeben. Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, können die Familien ein weiteres Lesestart-Set in der örtlichen Bibliothek erhalten.