Karliczek: Mit Internationalen Zukunftslaboren bringen wir Forschung zum Grünen Wasserstoff in Deutschland weiter voran

BMBF startet Wettbewerb zum Aufbau internationaler Forscherteams in Deutschland

Mit der heute im Bundesanzeiger veröffentlichten neuen Förderrichtlinie „Internationale Zukunftslabore Grüner Wasserstoff“ möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Spitzenforschende aus aller Welt am Forschungsstandort Deutschland zusammenbringen. Ziel ist, die Forschung zu klimaschonenden Wasserstofftechnologien von Deutschland aus weiter voranzutreiben. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Ich möchte Deutschland zum Taktgeber für innovative Ideen und den Aufbau einer internationalen grünen Wasserstoffwirtschaft machen. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Wirtschaft und Industrie das Zeug dazu haben, neue internationale Standards zu setzen und weltweit Technologien zum grünen Wasserstoff ‘Made in Germany‘ zu vermarkten. Deutschland übernimmt Verantwortung für die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Deswegen möchte ich die Forschung zu Grünem Wasserstoff auf möglichst vielen Wegen voranbringen. Ab sofort fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung daher mit einer neuen Förderrichtlinie die Gründung von Internationalen Zukunftslaboren zu Grünem Wasserstoff. Mit den Internationalen Zukunftslaboren ermöglichen wir renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt von Deutschland aus gemeinsame Spitzenforschung. Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits erfolgreich Internationale Zukunftslabore zur Forschung an Künstlicher Intelligenz aufgebaut haben, schaffen wir nun die Grundlagen für weitere Zukunftslabore zum Zukunftsthema Grüner Wasserstoff. Dabei möchten wir die Forschung zu Grundlagenthemen entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette fördern: von der Erzeugung, über die Veredelung und den Transport bis hin zur Nutzung.

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselrohstoff für eine weltweite Energiewende und nachhaltiges Wachstum. Als alternativer Brennstoff, der mit erneuerbaren Energien produziert wird, kann er insbesondere der Industrie helfen, CO2-Emissionen zu senken. Ich möchte mit den Internationalen Zukunftslaboren klugen Köpfen aus aller Welt die bestmöglichen Forschungsbedingungen bieten, um so die internationale Forschung zu Grünem Wasserstoff von Deutschland aus weiter voranzubringen.“


 

Hintergrund:

Hochschulen und Forschungsinstitutionen können sich ab sofort um Fördergelder bewerben. Die Förderbekanntmachung kann auf der Internetseite des Bundesanzeigers eingesehen werden. Die Projekte, die über einen Zeitraum von drei Jahren mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro gefördert werden, sollen im Dezember 2021 starten. Jedes Zukunftslabor besteht aus einem Team von neun bis zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und mindestens zwei Partnerländern. So soll internationale Kompetenz gebündelt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Partnerschaften mit EU-Mitgliedsstaaten, mit Ländern aus Nordamerika und Afrika sowie mit Israel, Russland und Australien.

Die Bewerbungsfrist für die „Internationalen Zukunftslabore Grüner Wasserstoff“ läuft bis zum 22. April 2021.

Bereits im Mai 2020 hatten drei vom Bundesforschungsministerium geförderte Internationale Zukunftslabore in Berlin, Hannover und München ihre gemeinsame Forschung zu aktuellen Fragen der Künstlichen Intelligenz aufgenommen.

Die Internationalen Zukunftslabore fügen sich ein in das Zukunftspaket „Grüner Wasserstoff“ des Bundesforschungsministeriums. Zu Beginn des Jahres 2021 hatte das BMBF bereits drei Wasserstoff-Leitprojekte auf den Weg gebracht, die einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie leisten und mit rund 700 Millionen Euro gefördert werden. Sie erforschen innovative Technologien zur Serienfertigung, zur Produktion auf hoher See sowie zum Transport von Grünem Wasserstoff.

Zur weiteren Stärkung der internationalen Komponente der Nationalen Wasserstoffstrategie wird das Bundesforschungsministerium zudem in den nächsten Monaten die Förderung von bilateralen Forschungskooperationen mit ausgewählten Ländern ausbauen.