Karliczek: Mit Internationalen Zukunftslaboren KI-Standort Deutschland stärken

Drei Zukunftslabore bringen KI-Forscherinnen und -forscher aus dem In- und Ausland zusammen

Am morgigen Freitag beginnen drei Forscherteams in Berlin, Hannover und München in „internationalen Zukunftslaboren Künstliche Intelligenz“ ihre gemeinsame Forschung zu aktuellen Fragen der Künstlichen Intelligenz (KI). Sie sind aus einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervorgegangen und werden über einen Zeitraum von drei Jahren mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro gefördert. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Die deutsche Stärke in der KI-Forschung wollen wir weiter ausbauen. Dabei spielt die internationale Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Grenzüberschreitende Erkenntnisse verlangen internationale Zusammenarbeit. Deshalb stärken wir die internationale Dimension der deutschen KI-Forschung mit den Zukunftslaboren Künstliche Intelligenz.

In den Zukunftslaboren bringen wir Spitzenforscher aus dem In- und Ausland unter attraktiven Bedingungen zusammen. Ich wünsche mir, dass die internationalen Netzwerke der deutschen KI-Forschung durch die drei Zukunftslabore noch enger werden. ‚KI made in Germany‘ soll international zu einer starken Marke werden.“

Hintergrund:

Jedes internationale Zukunftslabor besteht aus bis zu zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie kommen unter anderem aus den folgenden Ländern: USA, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Mexiko, Argentinien, Australien, Singapur, Neuseeland und Indien. Jedes internationale Zukunftslabor wird mit bis zu fünf Millionen Euro vom BMBF gefördert.

Künstliche Intelligenz für Erdbeobachtung nutzen

Das Zukunftslabor „AI4EO“ – geleitet von der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – wird sich mit der Entwicklung von KI-Technologien für die Erdbeobachtung befassen. So sollen etwa Satelliten-Daten mithilfe von intelligenter Big-Data-Analyse die globale Urbanisierung, die Ernährung der Weltbevölkerung oder das Management von Naturgefahren modellieren. Auf diese Weise können die smarten Daten aus dem All Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern am Boden beispielsweise helfen, nachhaltige und lebenswerte Städte zu gestalten oder Waldbrände frühzeitig einzudämmen.

Künstliche Intelligenz und Personalisierte Medizin

Ein von der Leibniz Universität Hannover koordiniertes Zukunftslabor arbeitet an intelligenten, zuverlässigen und verantwortlichen Systemen mit einem Anwendungsschwerpunkt auf der personalisierten Medizin. Ziel der Forscherinnen und Forscher des „LeibnizKILabor“ ist es, durch Maschinelles Lernen unter anderem die Diagnostik und Medikamentenentwicklung zu beschleunigen und die individuelle Behandlung zu verbessern.

Effizientere Biolabore durch Künstliche Intelligenz

Das dritte Zukunftslabor „KIWI-biolab“ wird KI-Technologien nutzen, um Daten zu Mikroorganismen zu analysieren und Computer in die Lage zu versetzen, Laborexperimente selbständig zu planen. Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung neuer Medikamente und der Produktion nachhaltiger Kunst- und Rohstoffe. Dieses Forscherteam wird von der Technischen Universität Berlin gesteuert.

Die drei Zukunftslabore wurden von einer unabhängigen Experten-Jury aus insgesamt 14 Bewerbungen ausgewählt, an denen sich über 35 deutsche und mehr als 70 ausländische Forschungseinrichtungen beteiligt hatten. In die Forscherteams müssen Einrichtungen aus mindestens zwei Partnerländern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entsenden.