Karliczek: Wir bleiben bei der Digitalisierung dran!

Bundesbildungsministerin Karliczek und KMK-Präsidentin Hubig haben zum Stand der Umsetzung des DigitalPaktes Schule berichtet und dabei zwei neue, länderübergreifende Projekte vorgestellt.

Pk mit KMK
Bundesbildungsministerin Karliczek und KMK-Präsidentin Hubig bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die sogenannte „zweite Welle“ in der Corona-Pandemie ist bereits in vollem Gange, im ganzen Land müssen Schülerinnen und Schüler wieder zeitweise zu Hause bleiben, wenn es in ihren Klassen infizierte Kinder gibt. Das Thema „Homeschooling“ gewinnt wieder rapide an Bedeutung. Damit trotz allem effektiver Unterricht stattfinden kann, haben Bund und Länder zuletzt alle Kräfte gebündelt und neue Programme zur digitalen Ausstattung von Schulen auf den Weg gebracht.

Jetzt haben Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig bei einer gemeinsamen Pressekonferenz über den Stand der Umsetzung des DigitalPakts Schule und der zusätzlichen Programme informiert.

„Die Corona-Pandemie macht einen guten digitalen Unterricht dringend erforderlich. Daher beschleunigen wir die Umsetzung des DigitalPakt Schule“, sagte Karliczek. „Gerade jetzt in der Krise haben Bund und Länder gezeigt, dass sie konstruktiv und schnell zusammenarbeiten können“, so die Ministerin.

Und diese Zusammenarbeit geht weiter: Erst am Donnerstag hat die Steuerungsgruppe des DigitalPakt Schule zwei weitere länderübergreifende Projekte beschlossen:

  • Mit dem „Technologiebasiertes Assessment“, kurz TBA, werden Tests und Prüfungen künftig auch digital möglich sein.
  • Mit dem Projekt „Digitales Lernen unterwegs“, kurz „DigLu“, wird eine besondere Zielgruppe bedarfsgerecht in das digitale Lernen einbezogen. Die Kinder beruflich Reisender wie zum Beispiel Zirkus-Angestellte können künftig auf ein digitales Lerntagebuch zugreifen. So wird für die Stammschulen sichtbar, welche Unterrichtsinhalte tagtäglich an anderen Schulen verrichtet wurden.

Karliczek erinnerte auch an die ursprüngliche Idee des DigitalPaktes: Mit gut fünf Milliarden Euro des Bundes soll die nötige Infrastruktur für digitales Lernen geschaffen werden. Durch die Corona-Pandemie seien aber zusätzliche Programme nötig geworden: das „Sofortausstattungsprogramm“ unterstützt die Länder dabei, Laptops für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, die zu Hause keine eigenen Geräte nutzen können.

Außerdem unterstützt der Bund die Länder mit weiteren 500 Millionen Euro bei der Förderung der Ausbildung und der Finanzierung von IT-Administratorinnen und Administratoren, die in Schulen eingesetzt werden.

Gegenwärtig sei eine dritte Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt in Vorbereitung, die die Länder auch dabei unterstützen soll, Laptops für die Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung zu stellen, sagte Karliczek.

„Trotz all dem sind wir beim digitalen Lernen noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir schauen über die Grenzen und sehen, dass in anderen Ländern digital bereits viel mehr möglich ist“, so die Ministerin: „Ich habe es immer wieder gesagt: Mittelmaß darf nicht unser Anspruch sein! Deshalb bleiben wir dran.“