Karliczek: Wir brauchen einen nachhaltigen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser

Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor/ 350 Millionen Euro für fünf Jahre

Zum heutigen Weltwassertag hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek das ressortübergreifende Programm „Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Regierungsprogramm ist Teil der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“ und bildet für die kommenden Jahre das Rahmenkonzept für die Förderung einer zukunftsfähigen Wasserforschung.

Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:


„Wasser ist unverzichtbar für das Leben auf unserem Planeten. Viele Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser oder leiden unter Wasserknappheit. Dies sind existentielle Herausforderungen für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie für die politische Stabilität in etlichen Weltregionen. Auch in Deutschland führt der Klimawandel dazu, dass wir einen bewussteren Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource brauchen. Das Absinken des Grundwassersspiegels sehe ich mit Sorge. Wir können es uns auch hierzulande nicht erlauben, Wasser zu verschwenden und müssen wirksam gegensteuern.

Die Wasserforschung kann hierfür das notwendige Wissen, innovative Konzepte und neue Technologien liefern. 

Ich freue mich, dass wir mit dem Programm für Wasserforschung „Wasser: N“ der Bunderegierung gemeinsame Ziele für eine sektorübergreifende Wasserforschung formuliert haben. Damit helfen wir der Entwicklung innovativer Umweltlösungen ‚made in Germany‘ auf die Sprünge und leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung globaler Nachhaltigkeitsziele.“

Hintergrund:

Am Programm „Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit“ sind neben dem federführenden BMBF das Auswärtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), für Gesundheit (BMG), für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt. Es baut auf dem BMBF-Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) auf. Innerhalb des Programms „Wasser: N“, das Teil der FONA-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ ist, werden alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten systematisch gebündelt und abgestimmt. Dabei sind nationale Belange wie die Spurenstoffstrategie des Bundes, europäische und internationale Fragestellungen – zum Beispiel die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele – gleichermaßen von Bedeutung. Es soll ein interdisziplinärer und sektorübergreifender Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik initiiert werden.

Für das Programm mit einer fünfjährigen Laufzeit stehen rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Schwerpunkthemen von „Wasser: N“ gehören sauberes Wasser, intakte Ökosysteme, urbane Wasserinfrastrukturen, ressourceneffiziente Wasserkreisläufe, Wasserextremereignisse sowie optimiertes Wassermanagement.

Das kostenlose online-Angebot „Innovationsatlas Wasser“ präsentiert nun innovative Produkte aus der BMBF-geförderten Wasserforschung. Dies umfasst neben Technologien und Verfahren auch Managementkonzepte, Software-Tools und Bildungsmaterialien zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Der Innovationsatlas wird ständig aktualisiert und um relevante Ergebnisse aus aktuellen Fördermaßnahmen erweitert.

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von der Unterorganisation der Vereinten Nationen UN-Water organisiert. Er soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit auf die wasserbezogenen Zielsetzungen der UN sowie auf deren Bedeutung und Herausforderung bei der Umsetzung aufmerksam zu machen. Im Jahr 2021 lautet das Motto „Der Wert des Wassers“.