Karliczek: "Wir brauchen gesundheitlichen Katastrophenschutz"

Im Interview mit der WELT am SONNTAG spricht sich Anja Karliczek unter anderem für den Ausbau von Produktionskapazitäten bei Impfstoffen aus.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung © BMBF/Laurence Chaperon

Mit Blick auf die USA „profitieren die Amerikaner vor allem davon, dass sie umfangreiche Produktionsstätten im Land haben“, sagte die Bundesforschungsministerin der Zeitung. Derartige Produktionskapazitäten fehlten in dieser Breite in Europa, daher müsse man dies in den Blick nehmen. Bislang waren in Deutschland die Produktionskapazitäten darauf ausgerichtet, den aktuellen Bedarf an Impfstoffen zu bedienen. „Nun lehrt uns die Pandemie, dass wir das ändern müssen. Wir brauchen Reservekapazitäten. Wir brauchen insgesamt einen umfassenderen gesundheitlichen Katastrophenschutz.“

In diesem Zusammenhang spricht sich Karliczek für die Schaffung einer neuen starken europäischen Institution aus, die sich nach Vorbild der amerikanischen BARDA ganz massiv der Vorsorge gegen Pandemien und anderer Gesundheitsnotfälle annimmt. Ein entsprechendes Projekt soll mit Deutschland an der Spitze möglichst noch in 2021 starten.

„Wir müssen uns rasch gegen neue Gefahren wappnen“, unterstrich die Ministerin und machte deutlich, dass alles andere ein schweres Versäumnis angesichts der Auswirkungen der Pandemie sei.

Das vollständige Interview lesen Sie HIER (Bezahlschranke).