KAUSA-Bundeskonferenz

Wie kann man noch mehr jungen Menschen mit Migrationshintergrund einen Ausbildungsplatz und damit eine Zukunftsperspektive bieten? Darüber haben auf der KAUSA-Bundeskonferenz in Berlin Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert.

Bundesministerin Johanna Wanka auf der KAUSA-Bundeskonferenz
Bundesministerin Johanna Wanka auf der KAUSA-Bundeskonferenz © Christoph Wehrer

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat die KAUSA-Bundeskonferenz in Berlin eröffnet. Die Konferenz bietet Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften ein Forum, sich über Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für einen besseren Einstieg junger Menschen ins Berufsleben auszutauschen.

Vor allen werden auf der diesjährigen Bundeskonferenz jene Fragen diskutiert, wie Integration in der beruflichen  Bildung gelingen kann und wie man es schafft, die Ausbildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.

„Die duale Berufsausbildung ist eine Chance, jungen Menschen eine Lebensperspektive zu geben. Die Zahl der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die eine Ausbildung machen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dennoch sehe ich hier Luft nach oben.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zur Eröffnung der KAUSA-Bundeskonferenz in Berlin

Um noch mehr jungen Menschen mit Migrationshintergrund eine berufliche Perspektive zu geben, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Programm JOBSTARTER KAUSA. In Deutschland gibt es rund 743.000 Selbstständige mit Migrationshintergrund, die weit über zwei Millionen Menschen beschäftigen. Sie könnten noch mehr jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bieten. Deshalb sind die Maßnahmen im JOBSTARTER-Programmbereich KAUSA darauf ausgerichtet, die Betriebe mit den möglichen Auszubildenden zu vernetzen. Denn in den Betrieben der vielen Selbstständigen ist grundsätzlich eine duale Berufsausbildung möglich, nur in der Praxis scheitert es zu oft noch an mangelnden Informationen, bürokratischen  Hürden oder der fehlenden Erfahrung mit dem System der dualen Berufsausbildung.

Individuelle Beratung kann Orientierung geben

Jeder fünfte Existenzgründer in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Sie sind in der Regel jünger als der Durchschnitt und haben häufiger eine innovative Geschäftsidee.

Mit der Koordinierungsstelle „Ausbildung und Migration“ (KAUSA) engagiert sich das Bundesbildungsministerium seit dem Jahr 2006 gezielt für Jugendliche und Selbstständige mit Migrationshintergrund. Aktuell werden 13 KAUSA Servicestellen gefördert, die vor Ort konkrete Unterstützung für Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Eltern sowie für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund anbieten.

Die KAUSA-Servicestellen können künftig außerdem zu einem Anlaufpunkt für Flüchtlinge werden. Die fachkundige Beratung kann ihnen helfen, zügig einen Zugang zu Bildung und Arbeit in Deutschland zu finden. Daher sieht das erste Maßnahmenpaket des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vor, die Zahl der KAUSA-Servicestellen deutschlandweit zu verdoppeln.