KAUSA Medienpreis

Mit dem KAUSA Medienpreis werden seit 2010 jährlich junge Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die außergewöhnliche und differenzierte Geschichten über die Bildungswege von Menschen mit Migrationshintergrund geschrieben haben.

Der KAUSA Medienpreis
Der KAUSA Medienpreis © Timur Emek

„Macht sie sichtbar – Bildungswege von Migrantinnen und Migranten” – das ist das Motto des KAUSA Medienpreises. Geschichten über kreative Unternehmensgründungen oder außergewöhnliche Bildungskarrieren stehen beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Fokus.

Die öffentliche Wahrnehmung verändern

Ausgezeichnet werden junge Journalistinnen und Journalisten, die mit ihren Beiträgen zu einer objektiven und ausgewogenen Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Bildungswege beitragen. Denn die mediale Berichterstattung kann die Wahrnehmung von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland entscheidend prägen. Nicht selten werden Menschen mit Migrationshintergrund mit Schlagzeilen in Verbindung gebracht, die negative Stereotype bedienen. Oft wird dabei vergessen, dass plakative Berichte immer nur einen kleinen Ausschnitt der Realität darstellen. Durch einseitige Betrachtung ist ein negatives Bild zur Bildungsintegration in der öffentlichen Wahrnehmung entstanden. Nur eine neue Art der Berichterstattung kann dazu beitragen, dieses Bild zu ändern.

Daher zeichnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem KAUSA Medienpreis seit 2010 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten aus, die differenziert über Menschen mit Migrationshintergrund berichten. Das Ziel des KAUSA Medienpreises ist es zu zeigen, welche Bildungswege und Karrieren Migrantinnen und Migranten in Deutschland absolvieren. Dabei sind sowohl Geschichten aus der schulischen, beruflichen und akademischen Ausbildung oder Arbeitswelt gefragt. Sie erzählen zum Beispiel von Lehrkräften, die sich für ihre Schüler stark machen oder von Flüchtlingen, die in Deutschland eine Ausbildung machen.

Preise in vier Kategorien

Ob Reportage oder Feature, ob Print, Hörfunk oder Audio-Slideshow: Alle Journalistinnen und Journalisten, die 35 Jahre oder jünger sind, können sich mit ihren Geschichten für den KAUSA Medienpreis bewerben. Der Preis wird in den vier Kategorien Text, Audio, Video und Multimedia vergeben. Die namhafte Jury besteht aus Ferda Ataman (Mediendienst Integration), Baha Güngör (Deutsche Welle), Kornelia Haugg (BMBF), Martin Kilgus (Robert Bosch Stiftung), Karl-Heinz Meier-Braun (SWR International), Gürsel Köksal (Bund türkischer Journalisten in Europa e.V.), Burkhard Nagel (ARD aktuell), Ulf Poschardt (Welt-Gruppe) und Jens Radü (Spiegel).

Der Wettbewerb ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert. Dabei gibt es 4.000 Euro für jeden ersten, 2.500 Euro für jeden zweiten und 1.000 Euro für jeden dritten Preis. Der Wettbewerb wird von KAUSA, der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration, durchgeführt. KAUSA ist Teil des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.