Kleine Fächer - große Potenziale!

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Hochschulrektorenkonferenz engagieren sich für Kleine Fächer. "Kleine Fächer können in hohem Maße zur Profilbildung von Hochschulen beitragen", so Bundesministerin Johanna Wanka.

Rund 200 Gäste haben am Montag die Chancen und Möglichkeiten Kleiner Fächer in Deutschland diskutiert. Die Vielfalt der sogenannten „Kleinen Fächer“ ist in Deutschland besonders groß, sie reicht von der Arabistik über die Geschichte der Medizin, die Judaistik und die Osteuropastudien bis hin zu Wissenschaftsgeschichte oder Theaterwissenschaft. Gemessen an der Zahl der Professuren und Standorte sind sie zwar klein, aber von großer Bedeutung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland.

Themen der Tagungs-Panels waren die aktuellen Rahmenbedingungen der "Kleinen Fächer", ihr wissenschaftlicher Beitrag in Deutschland sowie ihre Zukunftsperspektiven.

Zu den wesentlichen Ergebnissen gehörte, dass Kleine Fächer international besonders glänzen, diesen Rückschluss lässt der Erfolg bei der Einwerbung z.B. von EU-Fördermitteln zu.

Die Vielfalt der Kleinen Fächer ist enorm wichtig für den Forschungsstandort Deutschland. Diese Vielfalt ist ein Reichtum, um den viele uns beneiden.

Als ein weiteres Fazit wurde betont, dass eine Leistungsindikatorik für die Kleinen Fächer unabhängig von Studierendenzahlen gefunden werden muss. 

Insgesamt wurde deutlich, wie kennzeichnend Internationalität, Interdisziplinarität und Vernetzung speziell für die Kleinen Fächer sind!

Beim Festakt am Abend standen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Vordergrund. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre Projektideen in den nächsten drei Jahren an einer Forschungseinrichtung ihrer Wahl umzusetzen. „Kleine Fächer dienen der Vielfalt des Wissens ebenso wie der Pluralität der Blickwinkel. Wenn Menschen die Welt in ihrer Komplexität besser verstehen wollen, spielt es keine Rolle, ob ein Fach klein oder groß ist,“ sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Das BMBF will die Leistungsfähigkeit der Kleinen Fächer in den nächsten Jahren über die Förderung interdisziplinärer Projekte exzellenter junger Leute sichtbar machen. Die Themenvielfalt unter den diesjährigen Forschungsprojekten reicht dabei von der Religionswissenschaft und den Regionalstudien über Volkskunde und Lusitanistik bis hin zu Filmwissenschaft und Bauforschung. Die 14 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen neben Deutschland auch aus Ländern wie Ungarn, Ukraine, Italien, und Russland, sie werden nun deutschlandweit die Kleinen Fächer mit ihrer Forschung stärken. Skizzen für die nächste Auswahlrunde können bis zum 15. September 2017 eingereicht werden.