KMU-innovativ: Biotechnologie - BioChance

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Die jährliche Firmenumfrage von biotechnologie.de hat ermittelt, dass die 570 deutschen Biotechnologie-Unternehmen im Jahr 2013 rund 900 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben haben. Gemessen am Umsatz von knapp 3 Milliarden Euro zählen die Biotechnologiefirmen damit zu den am stärksten bei FuE engagierten Unternehmen. Die hohen FuE-Ausgaben schaffen die Grundlage für hochinnovative Produkte und zukünftige Unternehmenserfolge. Allerdings sind die Innovationsprozesse in der Biotechnologie besonders lang, teuer und mit hohem Risiko des Scheiterns verbunden. Darin liegt der Grund dafür, dass die jungen Biotechnologie-Unternehmen in starkem Maße auf Wagniskapital und öffentliche Förderung angewiesen sind: Nach eigenen Angaben haben die Unternehmen der Biotechnologie-Branche im Jahr 2013 rund 50 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln aus Förderprogrammen des Bundes, der EU und der Länder erhalten. Im gleichen Zeitraum warben diese Unternehmen 137 Millionen Euro an Risikokapital sowie weitere 218 Millionen Euro über Kapitalerhöhungen an der Börse ein.

Im früheren Biotechnologie-Förderprogramm des BMBF waren bereits die Fördermaßnahmen BioChance (1999-2003) und BioChancePlus (2004-2007) auf die speziellen Bedürfnisse der damals noch sehr jungen Biotechnologie-KMU zugeschnitten. Eine Evaluationsstudie bescheinigte der KMU-Förderung in der Biotechnologie eine positive Wirkung und stellte eine hohe Zufriedenheit der Antragsteller fest. Mit KMU-innovativ wird der erfolgreiche Ansatz fortgeführt und auf andere Technologiefelder ausgeweitet.

Mit "KMU-innovativ: Biotechnologie – BioChance" werden neben neugegründeten oder schon einige Jahre existierenden Biotechnologie-Unternehmen auch solche Unternehmen angesprochen, die erstmals moderne lebenswissenschaftliche Methoden einsetzen wollen. Mit dem Ende 2010 vollzogenen Übergang vom Rahmenprogramm "Biotechnologie - Chancen nutzen und gestalten" zur "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" sollen vermehrt auch Unternehmen eine Förderung erhalten, die im Agrarsektor, in der Lebens- und Futtermittelbranche, in der Pflanzen- und Tierzucht tätig sind oder sich mit der stofflichen bzw. energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen befassen.

Verfahren

Für Ihre Fragen stehen Ihnen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Der Lotsendienst hilft Ihnen bei grundsätzlichen Fragen zur Förderung. Detaillierte fachliche Fragen beantwortet der für den Technologiebereich Biotechnologie zuständige Projektträger Jülich. Für die Einreichung von Skizzen steht ein spezielles Online-Werkzeug zur Verfügung.

Skizzen-Tool

Für das Einreichen Ihrer Skizzen steht Ihnen ein komfortables und schlankes Online-Werkzeug zur Verfügung. Bitte beachten Sie die unten verlinkten Hinweise zum Abfassen von Projektskizzen. Die Skizzen sollten in der Regel einen Umfang von 10 Seiten nicht überschreiten (Schriftart Arial, Schriftgröße mind. 11 pt, Zeilenabstand mind. 1,15, Seitenränder mind. 2 cm). Bei der wiederholten Vorlage von Skizzen sind Änderungen deutlich zu kennzeichnen. Von einer sprachlich korrekten und fachlich stringenten Darstellung wird ausgegangen. Damit die Online-Version der Projektskizze Bestandskraft erlangt, muss diese zusätzlich spätestens 5 Werktage nach den o. g. Terminen unterschrieben beim beauftragten Projektträger vorliegen. Generell wird empfohlen, bereits bei der Erstellung der Projektskizze Kontakt mit dem zuständigen Projektträger zu suchen.

Förderkriterien

Hauptkriterien für eine positive Förderentscheidung sind einerseits die wissenschaftlich-technische Qualität des Vorhabens und andererseits der Beitrag zur Unternehmensentwicklung. Die detaillierten Bewertungskriterien sind in der Förderrichtlinie genannt und werden in der Handreichung für Skizzeneinreicher ausführlich erläutert. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb. Das BMBF wird bei seiner Auswahlentscheidung von einem Gutachterkreis beraten, dessen Zusammensetzung regelmäßig erneuert wird.

Technologie- und Anwendungsbereiche

Die Förderrichtlinien zu "KMU-innovativ Biotechnologie - BioChance" lassen Entwicklungsvorhaben aus allen Zweigen der modernen Biotechnologie zu. Besonders begrüßt werden Vorhaben, die den Zielen und Handlungsfeldern der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030"und des Gesundheitsforschungsprogramms entsprechen.

Daten zur Einreichung

Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober.