KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit

KMU tragen wesentlich zur Innovationsdynamik und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei. Mit "KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit" will das BMBF das Innovationspotenzial von KMU stärken.

Ein Thema des Programms ist auch der Schutz der Versorgungsinfrastruktur, wie z.B. Stromtrassen. © Thinkstock

Zivile Sicherheit ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für Lebensqualität und Wohlstand in Deutschland. Daher gehört sie zu den sechs Handlungsfeldern der „Neuen Hightech-Strategie – Innovationen für Deutschland“. Sicherheit ist ein entscheidender Standort- und Wirtschaftsfaktor.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die zivile Sicherheitsforschung seit 2007. Das aktuelle Rahmenprogramm der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 - 2017“ hat zum Ziel, den Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen zu verbessern, die zum Beispiel durch Naturkatastrophen, Terrorismus, organisierte Kriminalität und Großunfälle ausgelöst werden.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen ermutigt werden, sich am Programm zu beteiligen. KMU sind oft Vorreiter des technologischen Fortschritts. Sie tragen wesentlich zur Innovationsdynamik und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei und sind eine wichtige Schnittstelle für den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis.

Mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit“ will das BMBF das Innovationspotenzial von KMU stärken.

Gegenstand der Förderung

Skizzen-Tool

Für das Einreichen ihrer Skizzen können Sie ein komfortables Online-Werkzeug nutzen.

Gegenstand der Förderung sind industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Gefördert werden Verbundprojekte,

  • die durch innovative Lösungen dazu beitragen, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen,
  • die am tatsächlichen Bedarf anwendungsorientiert ausgerichtet sind und die jeweiligen Endnutzer (z. B. Kommunen, Sicherheits- und Rettungskräfte wie Polizei und Feuerwehr, Betreiber kritischer Infrastrukturen oder Unternehmen der privaten Sicherheitswirtschaft) einbinden,
  • denen ein eindeutig ziviles Sicherheitsszenario zugrunde liegt.

Die Vorhaben müssen auf die Schwerpunkte des Rahmenprogramms "Forschung für die zivile Sicherheit 2012 - 2017" ausgerichtet sein. Sie müssen innovative Sicherheitslösungen zum Ziel haben, die für die Positionierung des Unternehmens am Markt von Bedeutung sind.

Es können zum Beispiel folgende Themen aufgegriffen werden:

  • Schutz und Rettung von Menschen, nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr, Katastrophenschutz
  • Kriminalitätsprävention, polizeiliche Gefahrenabwehr
  • Schutz kritischer Infrastrukturen, Versorgungssicherheit
  • Detektion von Gefahrstoffen
  • übergreifende Themen, wie etwa innovative Sicherheitsdienstleistungen, Organisationskonzepte, Modelle zur Aus-, Fort-, und Weiterbildung.

Förderkriterien

Die eingereichten Projektskizzen stehen im Wettbewerb untereinander. Die Bewertungskriterien sind den Förderrichtlinien zu entnehmen. Dazu gehören unter anderem die Bedeutung des Forschungsziels (fachlicher Bezug zum Rahmenprogramm, Bedarf und Relevanz), die wissenschaftliche und technische Qualität des Lösungsansatzes und die Innovationshöhe.

Daten zur Einreichung

Die Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres. Der letzte Bewertungsstichtag ist der 15. Oktober 2017.

Unterstützung

Für Ihre Fragen stehen Ihnen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Der "Lotsendienst für Unternehmen" bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes hilft bei einer ersten Orientierung zur Förderung. Fachliche Fragen beantwortet der zuständige Projektträger für die zivile Sicherheitsforschung.