KMU-innovativ: Materialforschung (ProMat_KMU)

Innovative Materialien und Werkstoffe nehmen in nahezu allen Bereichen eine Schlüsselposition ein. Sie helfen neue Funktionalitäten zu erschließen und bestehende technische Lösungen entscheidend zu verbessern.

Ein Laser schneidet an Hand einer Schablone eine Metallplatte zurecht
Ein Laser schneidet an Hand einer Schablone eine Metallplatte zurecht © Thinkstock

Innovative Materialien und Werkstoffe tragen in besonderem Maße zur Sicherung von Wohlstand und Lebensqualität bei. Die Materialforschung ist daher eine wichtige Querschnittstechnologie, die in vielen Branchen des verarbeitenden Gewerbes von zentraler Bedeutung ist. Hier spielen häufig hochspezialisierte und interdisziplinär vernetzte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit ihrem im internationalen Vergleich hohen Umsatz- und Beschäftigungsanteil eine besondere Rolle.

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich der Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung auf der Grundlage des Rahmenprogramms „Vom Material zur Innovation“ insbesondere für erstantragstellende KMU attraktiver zu gestalten. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt sowie die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut.

Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industriegeführte Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben (FuE). Die FuE-Vorhaben sollen materialwissenschaftliche Fragestellungen mit hohem Anwendungspotenzial bearbeiten, die die Positionierung der beteiligten KMU am Markt unterstützten.

Die Vorhaben müssen auf die Anwendung in einem der folgenden Themenfelder ausgerichtet sein:

  • Materialien für Gesundheit und Lebensqualität
  • Materialien für ein zukunftsfähiges Bauwesen und Infrastruktur
  • Materialien für Information und Kommunikation
  • Materialien für die Energietechnik
  • Nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Materialien
  • Materialien für Mobilität und Transport

Der technologische Fokus der Projekte muss dabei grundsätzlich im Bereich der Materialentwicklung liegen. Dies schließt auch Materialentwicklungen im Bereich der Nanotechnologie mit ein. Da Fertigungsprozesse und -techniken im Rahmen der Materialentwicklung eine zunehmende Rolle spielen, können diese Aspekte ergänzend, d. h. in Verbindung mit einem Materialentwicklungsthema, berücksichtigt werden. Dies beinhaltet auch Arbeiten hinsichtlich Simulation und Modellierung, sowie Mess- und Prüftechnik.

Förderkriterien

Wichtige Kriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad, gesellschaftlicher Bedarf und Relevanz für die Materialforschung. Die Bewertungskriterien im Detail sowie die einzuhaltenden Förderrandbedingungen sind der Förderrichtlinie zu entnehmen. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.

Daten zur Einreichung

Die Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres.

Unterstützung

Für Fragen stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Der "Lotsendienst für Unternehmen" bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes hilft bei einer ersten Orientierung zur Förderung. Fachliche Fragen beantwortet der zuständige Projektträger.

Erste Orientierung

Interessierten Unternehmen, insbesondere Erstantragstellern, wird empfohlen, sich für eine ausführliche Erstberatung mit der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes  in Verbindung zu setzen.

Fachliche Beratung

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Materialforschung (ProMat_KMU)" hat das BMBF seine Projektträger beauftragt, bei denen weitere Informationen erhältlich sind.

Es wird empfohlen, vor der Einreichung von Projektskizzen mit dem zuständigen Projektträger Rücksprache zu halten.

Skizzen-Tool

Für das Einreichen von Skizzen steht ein Online-Werkzeug zur Verfügung. Es ist das jeweils zum Technologie- und Themenfeld passende Werkzeug auszuwählen. Bei Abgrenzungsschwierigkeiten können Sie sich an den Lotsendienst oder die zuständigen Projektträger wenden.

Projektskizzen müssen einen konkreten Bezug zu den Kriterien der Förderrichtlinie aufweisen und alle wesentlichen Aussagen zur Beurteilung und Bewertung enthalten. Damit die Online-Version der Projektskizze Bestandskraft erlangt, muss diese zusätzlich fristgerecht und unterschrieben beim beauftragten Projektträger in zweifacher Ausfertigung eingereicht werden.