KMU-innovativ: Medizintechnik

Die deutsche Medizintechnik-Branche leistet zentrale Beiträge für eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau und für die Exportwirtschaft. Soll dies zukünftig so bleiben, werden neue Innovations-, Kooperations- und Geschäftsmodelle gebraucht.

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Die deutsche Medizintechnik ist innerhalb der Gesundheitswirtschaft ein zentraler Wachstumstreiber. Mit einem Umsatz von 9,8 Milliarden Euro im Inland und 18,2 Milliarden Euro im Ausland sowie 133.000 Beschäftigten im Jahr 2016 ist sie ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nach den USA und Japan zählt die Bundesrepublik zu den weltweit bedeutendsten Herstellerländern von Medizinprodukten. Strukturell gesehen ist die Branche vor allem mittelständisch geprägt. Die rund 1.200 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bilden mit einem Anteil von 93 Prozent das Rückgrat. Vergleicht man sie mit anderen Branchen, in denen Produkte für den Weltmarkt hergestellt werden, weist die Medizintechnik mit 65 Prozent eine hohe Exportquote auf. Zahlreiche deutsche Firmen sind zudem Weltmarktführer in ihrem Bereich. Der Standort profitiert von einer guten Infrastruktur, hochqualifizierten Fachkräften und einer guten Technologiebasis.

Schon heute wird rund ein Drittel des Umsatzes mit Produkten erzielt, die jünger als drei Jahre sind. Durchschnittlich investieren die forschenden Medizintechnikunternehmen etwa neun Prozent ihres Umsatzes (etwa 2,5 Milliarden Euro) pro Jahr in Forschung und Entwicklung (FuE). Bei der Anzahl der Patentanmeldungen ist die Medizintechnik im nationalen Branchenvergleich führend. Langfristig gilt es, diese hohe Innovationskraft in Deutschland zu stärken.

Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gezielt KMU mit der Maßnahme „KMU-innovativ: Medizintechnik“.