Krebsforschung gelingt nur gemeinsam

Der 4. Februar ist Weltkrebstag. 2021 lautet das Motto der Union for International Cancer Control: ICH BIN UND ICH WERDE. Das soll zum Nachdenken aufrufen: Wer BIN ICH und was WERDE ICH anlässlich des Weltkrebstages zur Bekämpfung von Krebs tun?

Wissenschaftlerin im Labor
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Das BMBF hat hierzu bereits vor zwei Jahren einen wichtigen Schritt unternommen und gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und weiteren Partnern das Bündnis Nationale Dekade gegen Krebs initiiert.

Mit dieser Initiative wollen alle Beteiligten erreichen, dass künftig möglichst viele Krebserkrankungen verhindert werden und Betroffene ein besseres Leben führen können.

Forschungen zur Darmkrebsprävention angestoßen

Anlässlich des Weltkrebstages und des zweijährigen Bestehens der Nationalen Dekade gegen Krebs hat Bundesministerin Karliczek nun gemeinsam mit drei Experten die Erfolge der Initiative vorgestellt.

„Auch in Corona-Zeiten gelten die Ziele der Nationalen Dekade gegen Krebs unvermindert fort. Das BMBF hat beispielsweise aufgrund der ansteigenden Zahl von Darmkrebserkrankungen bei jungen Menschen neue Forschungen im Bereich der Darmkrebsprävention angestoßen. Konkret fördern wir interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung der Prävention von Darmkrebs bei jüngeren Menschen. Wir wollen auch besser verstehen, was in Tumorzellen genau passiert, wie sie sich immer weiter vermehren und warum sie sich auch innerhalb eines Tumors unterscheiden können“, sagte die Ministerin in Berlin. Entsprechende Forschungen zur Tumorheterogenität und darauf basierende neue Behandlungsstrategien stehen hierbei u.a. im Fokus.

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Vereint im Kampf gegen die Krankheit

Darüber hinaus investiere das BMBF neben den bisherigen Standorten in Heidelberg und Dresden in den Ausbau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen. „Damit können Patientinnen und Patienten künftig schneller und wohnortnah von den Ergebnissen aus der Krebsforschung profitieren“, so Karliczek.

Wieso Forschung und Innovation so wichtig sind, das zeigen schon die Zahlen. Denn in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs. Bis zum Jahr 2030 rechnen Expertinnen und Experten mit einem Anstieg der Neuerkrankungen auf etwa 600.000 Fälle jährlich.

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Die Nationale Dekade gegen Krebs vereint im Kampf gegen die Krankheit deshalb erstmals die zentralen Akteure der deutschen Krebsforschungslandschaft in einem Bündnis. Dazu zählen – neben dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)– auch zwei Organisationen der Patientenvertretung. Gemeinsam mit weiteren Akteuren bilden sie den Strategiekreis, der insgesamt 16 Partnerorganisationen umfasst und als Impulsgeber fungiert.

Mit dem Aufruf, sich der Dekade als Unterstützer anzuschließen, ist es gelungen, weitere Kräfte für eine starke Krebsforschung zu mobilisieren: Rund 40 Organisationen, Institutionen und Unternehmen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagieren sich mittlerweile als Unterstützer der Dekade.

Nationale Dekade gegen Krebs

Die Nationale Dekade gegen Krebs vereint erstmals die zentralen Akteure der deutschen Krebsforschungslandschaft in einem Bündnis. Dazu zählen – neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem BMG, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) sowie der Deutschen Krebsgesellschaft und Roche als Industrievertreter– auch zwei Organisationen der Patientenvertretung. Gemeinsam mit weiteren Akteuren bilden sie den Strategiekreis, der insgesamt 16 Partnerorganisationen umfasst und als Impulsgeber fungiert. Vorsitz des Strategiekreises PSt Rachel und Prof. Baumann, (Vorstandsvorsitzender DKFZ) ist Ko-Vorsitzender.
Die NDK beschäftigt sich mit den drängenden Themen Wie kann Krebs verhindert werden? Wo sind die Stärken der deutschen Forschungsszene? Und wie können Menschen noch schneller und wohnortunabhängig von den Forschungsergebnissen profitieren?
Über allen Aktivitäten der NDK steht die Maxime, die Forschung konsequent auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten auszurichten.