Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Freigedreht - Projekt aus Kultur macht stark
Freigedreht - Programm im Projekt Kultur macht stark. © Bertram Plischke

Mehr als jedes vierte Kind in Deutschland wächst in einer schwierigen sozialen Situation auf. Geringe Bildung, niedriges Einkommen oder Erwerbslosigkeit der Eltern können den Zugang zu außerschulischen Aktivitäten hemmen und die Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg einschränken. Um auch diesen Kindern und Jugendlichen gute Bildungschancen zu ermöglichen, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2013 lokale Bündnisse für Bildung bei der Umsetzung von außerschulischen Projekten der kulturellen Bildung. Die Projekte wenden sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren und werden von Bildungskooperationen - Bündnissen für Bildung - mit mindestens drei Partnern aus Bildungs-, Kultur- oder Sozialbereich lokal umgesetzt.

HipHop alive
Kinder kreieren ihre eigene Freestyle-Dance Performance in einem Bündnis von Tanzhaus NRW, dem Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und der städtischen katholischen Grundschule St. Elisabeth. © Stefanie Soho

„Kultur macht stark“ ist das größte Programm für kulturelle Bildung in Europa

Mit einer Fördersumme von bis zu 430 Millionen Euro bis 2022 ist „Kultur macht stark“ das größte Programm für kulturelle Bildung in Deutschland und sogar in Europa.
„Kultur macht stark“ wird von 29 bundesweit tätigen Einrichtungen umgesetzt, die über Kompetenzen und Erfahrungen in der kulturellen Bildung oder Kinder- und Jugendarbeit verfügen. Darunter der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Verband deutscher Musikschulen und der Deutsche Volkshochschul-Verband.

Dem Programm liegt ein breites Kulturverständnis zugrunde, das alle Bereiche bis hin zur Medienbildung oder Bewegungs- und Alltagskultur umfasst. Gefördert werden beispielsweise Paten- und Mentorenprogramme, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusprojekte. Digitale Medien sind in 30 Prozent der Projekte als Querschnittsthema präsent. Einen besonderen Stellenwert hat die Vermittlung von digitalen Kompetenzen beispielsweise bei Projekten der Programmpartner App2music, Stiftung Digitale Chancen und Stiftung Digitale Spielekultur.

„Kultur macht stark“ ist ein Erfolg

Über 12.000 Bündnisse für Bildung waren mit „Kultur macht stark“ bundesweit bisher aktiv und haben schon mehr als 27.000 Projekte durchgeführt. Seit Beginn wurden so bisher fast 850.000 Kinder und Jugendliche mit „Kultur macht stark“ erreicht. Die begleitende Evaluation bestätigt, dass das Programm bei der Zielgruppe der bildungsbenachteiligten Kinder und Jugendlichen ankommt: In 90 Prozent der Bündnisse für Bildung beteiligen sich Kinder und Jugendliche, die sonst wenig oder gar nicht mit kultureller Bildung in Berührung kommen. Auch das zweite Ziel des Förderprogramms, die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements, wird erreicht: In rund 80 Prozent der Bündnisse für Bildung sind Ehrenamtliche beteiligt.

Kulur macht stark
Infografik © BMBF

Durch „Kultur macht stark“ werden bürgerschaftliche Netzwerke initiiert und gefördert und dies auch in der Fläche: Bereits in 98 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte sind Bündnisse aktiv. Die Zwischenbegutachtung des Programms durch die begleitende Fachjury im März 2020 zeigt, dass alle 29 Programmpartner ihre Ziele erreichen und mit ihrer Reichweite und breiten Expertise den Erfolg ermöglichen.