Länderreise: Anja Karliczek besucht Berliner „Zukunftsort“

Bundesforschungsministerin Karliczek und der Berliner Bürgermeister Müller haben den EUREF-Campus besucht. Dort wird unter anderem die nachhaltige urbane Mobilität erforscht – ein Bereich, den das BMBF ab 2019 mit einer neuen Agenda stärken möchte.

Mobilität der Zukunft: Bürgermeister Michael Müller und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek fahren mit dem autonomen Shuttle "Emily" über den EUREF-Campus.

© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Wie kann die Energiewende gelingen – und gleichzeitig die Mobilität der Menschen in den Städten gesichert werden? Das erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern am EUREF-Campus in Berlin. Als Teil ihrer Länderreise hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek heute den Campus besucht – einen von zehn Berliner Zukunftsorten. Dort wurde sie von Bürgermeister Michael Müller empfangen. Beim gemeinsamen Rundgang schauten sie sich Innovationen aus der Mobilitätsforschung wie das autonome Shuttle „Emily“ und Deutschlands größte Elektrotankstelle an. Zudem informierten sie sich über das Energiekonzept des EUREF-Campus, dessen Gebäude weitestgehend mit klimaneutraler Energie versorgt werden.

„Städte bündeln wie Brenngläser die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Aktuelle Probleme zeigen sich dort besonders schnell und deutlich. Energienutzung, Mobilität, Ressourceneinsatz – für diese Themen brauchen wir praxistaugliche und nachhaltige Lösungen“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Dafür arbeiten am EUREF-Campus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft eng zusammen. „Sie entwickeln Innovationen für die Energiewende und für eine nachhaltige Mobilität, zum Beispiel mit zukunftsweisenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz. Die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr bezahlbar, nachhaltig und sicher umsetzen – dazu wollen wir mit unserer Förderung beitragen“, so die Ministerin.

Forschende testen Energie- und Mobilitätssysteme im Reallabor

Besuch des Forschungscampus Mobility2Grid
Ob im E-Auto, in der Wohnung oder in Geschäften: Wie lässt sich Strom ressourcenschonend im Quartier nutzen und verteilen? Das testet Bundesforschungsministerin Karliczek am Forschungscampus Mobility2Grid.   © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Arbeit am EUREF-Campus. Dort fördert es den Forschungscampus „Mobility2Grid“, dessen Partner in sieben verschiedenen Themenfeldern Technologien erforschen, mit denen sich die Energie- und die Verkehrswende verknüpfen lassen. Ein Beispiel dafür ist ein virtuelles Kraftwerk, das es ermöglicht, den Energiebedarf der Bewohner eines Quartiers in allen Lebenslagen genauestens zu analysieren. Der Forschungscampus ist aber nicht nur eine Plattform als Forschungs- und Versuchslabor für Energieversorgungs- und Mobilitätstechnologien. Anders als im reinen Laborbereich testen die Forschenden die Energie- und Mobilitätssysteme im Mobility2Grid-Reallabor im Zusammenspiel mit Anwenderinnen und Anwendern immer wieder neu auf ihre Praxistauglichkeit. Denn damit sich die Gesellschaft auf die „Mobilitätswende“ einlässt, muss die Betriebs- und Versorgungssicherheit der neuen Technologien sichergestellt werden. Perspektivisch trägt damit Mobility2Grid einerseits zum Gelingen der Energiewende bei und schafft andererseits Rahmenbedingungen für einen auskömmlichen Betrieb von privaten oder gewerblichen elektrischen Straßenfahrzeugen.

Mehr Geld für die Mobilitätsforschung: Agenda „Nachhaltige urbane Mobilität"

Für eine nachhaltige Mobilität braucht es eine starke Forschung, die Innovationen entwickelt und in der Praxis erprobt. Das Bundesforschungsministerium wird daher die Mobilitätsforschung ab dem Jahr 2019 weiter stärken – mit der Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“, für die in dieser Legislaturperiode 34 Millionen Euro bereitstehen. Ziel der Förderung ist es, die individuelle Mobilität der Menschen zu sichern, die Umwelt- und Lebensqualität insbesondere in Städten zu steigern sowie die Innovationsfähigkeit des deutschen Mobilitätssektors zu stärken.