Länderreise: Anja Karliczek zu Besuch in Schleswig-Holstein

Bundesministerin Anja Karliczek hat in Kiel Ministerpräsident Daniel Günther und ihre Amtskollegin Karin Prien getroffen. Gemeinsam besuchten sie Bildungs- und Meeresforscher – und sprachen über Zukunftsprojekte wie den Digitalpakt Schule.

Bundesbildungsministerin Karliczek möchte auf ihrer Länderreise alle Amtskolleginnen und -kollegen kennenlernen: In Kiel traf sie die schleswig-holsteinische Wissenschaftsministerin Karin Prien. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Erste Station der Reise: das Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Gemeinsam mit Wissenschafts- und Bildungsministerin Karin Prien (v.l.), Bildungsstaatssekretärin Dorit Stenke und Wissenschaftsstaatssekretär Oliver Grundei informiert sich Bundesbildungsministerin Karliczek über aktuelle Forschung zur MINT-Bildung. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Das IPN verbindet wissenschaftliche Arbeit mit der schulischen Praxis. „Von dieser Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten“, sagt Bundesministerin Karliczek. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Wissenschaft zum Mitmachen: Bei der sogenannten Gelelektrophorese trennt Bundesforschungsministerin Karliczek verschiedene Arten von Molekülen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Beim gemeinsamen Mittagessen tauschen sich Anja Karliczek und Karin Prien über Zukunftsprojekte wie den Digitalpakt Schule aus. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Nach dem Mittagessen trifft Anja Karliczek Ministerpräsident Daniel Günther. Ein Gesprächsthema: Der Digitalpakt Schule, den beide schnell voranbringen wollen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Bundesministerin Karliczek trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Kiel ein... © BMBF/Hans-Joachim Rickel
... dort sieht Karliczek Bildung und Forschung in guten Händen. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
An Bord des Forschungsschiffs "Littorina" geht es für Karliczek, Günther und Prien die Kieler Förde entlang – bis zum GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Anja Karliczek am Steuer der Littorina: Die Überfahrt zum GEOMAR überlässt sie dann lieber Kapitän Oliver Sauerland. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Im GEOMAR zeigt eine Ausstellung die deutsche Forschungsflotte: Diese wird in den kommenden Jahren teilweise erneuert. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Peter Linke, der Leiter des Technik- und Logistikzentrums des GEOMAR, zeigt Karliczek, Günther und Prien den "Rov Kiel 6000". Der Tauchroboter liefert Daten vom Meeresboden und sammelt Proben in der Tiefsee. © BMBF/Hans-Joachim Rickel
Peter Linke zeigt den Besuchern eine autonome Messsonde. Diese misst Eigenschaften des Wassers wie Temperatur und Salzgehalt. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Gute Bildung, starke Wissenschaft, innovative Forschung: Das zu erreichen, ist ein Kernanliegen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Dafür ist es zentral, dass Bund und Länder gut zusammenarbeiten“, sagte Bundesministerin Anja Karliczek während ihrer Länderreise in Schleswig-Holstein. Mit Ministerpräsident Daniel Günther und ihrer Kieler Amtskollegin Karin Prien sprach sie unter anderem über Zukunftsprojekte wie den Digitalpakt Schule. Zudem besuchte Karliczek das Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) sowie das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Welchen Einfluss hat die Wahl eines Mathematik-Schulbuches auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern? Welche fachlichen und psychosozialen Kompetenzen der Lehrkräfte sind entscheidend für guten Unterricht? Diese und ähnliche Fragen zur MINT-Bildung erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IPN in Kiel. Zudem geben die Forschenden in der „Forschungswerkstatt“ Kindern, Jugendlichen, Lehramtsstudenten und Lehrkräften Einblicke in aktuelle Forschung – und machen so Lust auf MINT-Fächer.

Innovationsstandort Deutschland braucht MINT-Talente

Karliczek betonte bei ihrem Besuch, welchen wichtigen Beitrag das IPN zur Stärkung der MINT-Bildung in Deutschland leiste. „Um als Innovationsstandort im globalen Wettbewerb mithalten zu können, brauchen wir junge Menschen, die sich für Mathematik und Naturwissenschaften begeistern“, so die Bundesbildungsministerin. Das IPN verbinde wissenschaftliche Arbeit mit der schulischen Praxis. „Von dieser Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten“, sagte Karliczek.

Digitalpakt Schule: Anfang 2019 soll die Förderung beginnen

Nach ihrem Besuch am IPN traf sich Karliczek mit Ministerpräsident Daniel Günther. Beide waren sich einig, mit der Digitalisierung der Schulen schnell vorankommen zu wollen: Bis Ende 2018 wollen Bund und Länder ein unterschriftsreifes Vertragswerk für den Digitalpakt Schule entwickeln – Anfang 2019 sollen bereits die ersten Mittel fließen. Grundlage dafür ist die Änderung des Artikels 104c des Grundgesetztes, die bereits auf dem Weg ist.

Länder und Kommunen können sich bereits auf den Start des Digitalpakts vorbereiten

Unabhängig davon können sich Länder und Kommunen bereits auf den Start des Digitalpakts vorbereiten. Schleswig-Holstein ist dabei einer der Vorreiter: Mit einem umfangreichen Programm zum Ausbau der Glasfaseranschlüsse für Schulen legt das Land den Grundstein für die Digitalisierung der Schulen. Ziel der Länderreise ist es, mit all ihren Länderkolleginnen und -kollegen über die anstehenden Aufgaben wie den Digitalpakt zu sprechen. „Von meinem Besuch nehme ich viele Ideen, Anregungen, aber auch Wünsche mit. Ich freue mich auf unsere weitere gemeinsame Arbeit“, sagte Karliczek.

Am Nachmittag ging es für die Bundesforschungsministerin mit dem Forschungsschiff „Littorina“ weiter über die Kieler Förde – zum GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. „Meere sind der größte Lebensraum auf der Erde und sie spielen eine wichtige Rolle beim Klimawandel“, sagte Karliczek bei ihrem Besuch. „Meeresforschung hilft uns, sie besser zu verstehen und zu schützen. Sie ist damit eine Investition in die Zukunft unseres Planeten“, so die Ministerin.

Meeresforschung soll mit neuer Allianz gestärkt werden

Bund und Land wollen daher die Meeres- und Ozeanforschung weiter stärken. „Gemeinsam wollen wir die „Deutsche Allianz für Meeresforschung“ aufbauen. Sie wird die Leistungsfähigkeit und internationale Sichtbarkeit der deutschen Meeresforschung noch einmal deutlich erhöhen. Ich freue mich auf diese Zusammenarbeit“, sagte Karliczek. Mit der neuen Allianz wird die Meeresforschung auch in Zukunft substantiell gestärkt. Dazu gehört auch die Erneuerung der deutschen Forschungsflotte, die in den kommenden Jahren mit dem Neubau der POLARSTERN II und dem Neubau der METEOR IV als Ersatz für die Forschungsschiffe POSEIDON und METEOR konsequent fortgesetzt wird.