Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung

Ob Erforschung von Volkskrankheiten, Entwicklung alternativer Energieträger oder Vermeidung von Tierversuchen – die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung sucht für viele Herausforderungen des 21. Jahrhunderts neue innovative Lösungen.  

Spurensuche im Erbgut: Die DNA kann Erkankungen aufdecken. © Thinkstock / camij

Biologische Prozesse sind durch das komplexe und dynamische Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren gekennzeichnet. Dieses Zusammenspiel ist dabei nicht auf die Zellebene begrenzt; es umfasst ebenso Organe und ganze Lebewesen. Durch Veränderungen der Erbinformation oder Umwelteinflüsse kann die Funktion einzelner Bausteine oder ganzer Netzwerke empfindlich gestört werden.

Neue Ansätze in der Gesundheitsforschung

Die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung beschäftigt sich mit der Aufklärung dieser Zusammenhänge. So werden etwa in gesundheitsrelevanten Schwerpunkten wie der medizinischen Genomforschung, der Systembiologie, der Systemmedizin oder den Neurowissenschaften neue Methoden und Technologien entwickelt, die eine Analyse und Darstellung biologischer Prozesse ermöglichen. Die so erlangten Erkenntnisse bilden eine bedeutende Grundlage für neue Diagnose- und Therapieansätze.

Wissenstransfer in die Praxis

Die Optimierung biotechnologischer Produktionsverfahren steht ebenfalls im Fokus der Lebenswissenschaften. So wird beispielsweise die Suche nach innovativen Alternativen zu fossilen Energieträgern unterstützt. Bei allen Projekten geht es dabei immer auch um die Frage, wie Forschungsergebnisse besser in die Praxis umgesetzt werden können. Die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung ist somit ein starker Impulsgeber in Gesundheitsforschung und Bioökonomie, der wissenschaftliche Entwicklungen bedarfsorientiert aufnimmt und für die Anwendung vorbereitet.

Gesellschaftliche Verantwortung

Darüber hinaus übernimmt die Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung gesellschaftliche Verantwortung, zum Beispiel indem durch begleitende Arbeiten die Risiken neuer wissenschaftlicher Ansätze sorgfältig geprüft werden. Auch die Entwicklung von Methoden zum Ersatz beziehungsweise zur Vermeidung von Tierversuchen ist dabei ein wichtiges Ziel.