Leibniz-Preisträgerinnen und Preisträger 2019 stehen fest

Seit mehr als 30 Jahren zählt der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis zu den renommiertesten Auszeichnungen für herausragende Forschung. Heute hat die DFG bekannt gegeben, welche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2019 ausgezeichnet werden.

Sie haben Grundlagen für eine sichere Mensch-Roboter-Interaktion gelegt, den Strukturwandel westlicher Gesellschaften analysiert, die Entwicklung synthetischer Membranen vorangetrieben oder die wirtschaftlichen Auswirkungen der Frauenrechte untersucht – die zehn Preisträgerinnen und Preisträger des Leibniz-Preises 2019. Heute hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gegeben, wer im kommenden Jahr mit dem renommierten deutschen Forschungspreis geehrt wird.

Ausgezeichnet werden:

  • Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, Robotik, Technische Universität München
  • Prof. Dr. Rupert Huber, Experimentelle Physik, Universität Regensburg
  • Prof. Dr. Andreas Reckwitz, Soziologie, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
  • Prof. Dr. Hans-Reimer Rodewald, Immunologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
  • Dr. Melina Schuh, Zellbiologie, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen
  • Prof. Dr. Brenda Schulman, Biochemie, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried
  • Prof. Dr. Ayelet Shachar, Rechts- und Politikwissenschaften, Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen
  • Prof. Michèle Tertilt Ph.D., Wirtschaftswissenschaften, Universität Mannheim
  • Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer, Experimentelle Festkörperphysik, Karlsruher Institut für Technologie
  • Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling, Chemische Verfahrenstechnik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und DWI Leibniz Institut Interaktive Materialien, Aachen

Die Preise werden am 13. März 2019 in Berlin verliehen. Sie sind mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotiert. Das Geld dient dazu, die Forschungsmöglichkeiten der Preisträger zu erweitern, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchskräfte zu erleichtern. Für den Leibniz-Preis 2019 waren aus der deutschen Forschungslandschaft 122 Nominierungsvorschläge eingereicht worden, aus denen die Preisträger auf Grundlage eines internationalen Begutachtungsverfahrens von der DFG ausgewählt wurden. Die DFG wird gemeinsam von Bund und Ländern finanziell getragen und ist die größte Forschungsförderungsorganisation in Europa.

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Preissumme von jeweils 2,5 Millionen Euro verliehen werden. Mit den zehn Preisen für 2019 sind bislang insgesamt 368 Leibniz-Preise vergeben worden. Davon gingen 120 in die Naturwissenschaften, 106 in die Lebenswissenschaften, 85 in die Geistes- und Sozialwissenschaften und 57 in die Ingenieurwissenschaften. Da Preis und Preisgeld in Ausnahmefällen geteilt werden können, ist die Zahl der Ausgezeichneten höher als die der Preise. Insgesamt haben bislang 395 Nominierte den Preis erhalten, darunter 339 Wissenschaftler und 56 Wissenschaftlerinnen.