Leistungsstarke fördern

Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler werden von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. So werden kluge Köpfe schneller entdeckt.

Kluge Köpfe nicht unentdeckt lassen: Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollen besonders gefördert werden. © Thinkstock

Gute Bildungspolitik muss Chancengerechtigkeit für alle gewährleisten. Das gilt auch für besonders leistungsstarke Kinder und Jugendliche und solche, die potentiell besonders leistungsfähig sind - und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrem sozialem Status. Bund und Länder fördern ihre Entwicklungsmöglichkeiten mit einer gemeinsamen Initiative. Für eine Laufzeit von zehn Jahren stellen sie zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch für die Gesellschaft wichtig

Diese Förderung ist sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft von großer Bedeutung. Denn internationale Studien wie PISA oder TIMSS zeigen seit Jahren, dass in Deutschland vergleichsweise wenige Kinder und Jugendliche Spitzenleistungen erzielen. „Als innovatives High-Tech-Land können wir es uns aber nicht leisten, kluge Köpfe unentdeckt zu lassen. Deshalb wollen wir vor allem diejenigen fördern, die Potenzial haben, deren Leistungsstärke aber bisher noch nicht erkannt wurde“, sagt Bundesministerin Johanna Wanka.

Pilotschulen in jedem Bundesland

Die Initiative von Bund und Ländern sieht vor, dass in jedem Bundesland zunächst Pilotschulen geeignete Konzepte erarbeiten und für eine leistungsfördernde Schulentwicklung ein Leitbild entwerfen. Dazu werden sie eine kooperative Netzwerkstruktur aufbauen und didaktische Konzepte entwickeln. In einer zweiten Phase werden die Ergebnisse in die Breite übertragen: Die Schulen, die sich an der ersten Phase beteiligt haben, sind dabei Multiplikatoren für andere Schulen.

Mit Forschung begleiten

Es ist Aufgabe der Länder, die Schulen zu betreuen und unter anderem für die Lehrerinnen und Lehrer entsprechende Fortbildungen anzubieten. Das Bundesbildungsministerium wird die Initiative praxisnah mit Forschung begleiten und sie evaluieren. So werden die Schulen wissenschaftlich unterstützt.  Auch sollen Unterrichtsmaterialen, die für die individuelle Förderung im Unterricht geeignet sind, entwickelt und den Schulen bereitgestellt werden.