„Lesestart“ geht in die nächste Runde

Am Vorlesetag gibt es neue Vorlesesets in den Bibliotheken / Wanka: „Leseförderung wichtiges Feld moderner Bibliotheksarbeit“

Zeitgleich mit dem Bundesweiten Vorlesetag, an dem auch in vielen Bibliotheken Vorleseaktionen stattfinden, gibt es von heute an in über 4.900 Bibliotheken in Deutschland neu bestückte „Lesestart“-Sets: Eltern mit dreijährigen Kindern können sich in ihrer Bibliothek vor Ort ein Set mit einem altersgerechten Kinderbuch sowie Informationsmaterial zum Thema Vorlesen und Erzählen abholen. Das bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen umgesetzt wird, wird von den Bibliotheksverbänden unterstützt.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, sagte: „Frühkindliche Leseförderung ist ein wichtiges Feld moderner Bibliotheksarbeit. „Lesestart“ ist in den Bibliotheken sehr gut angelaufen. Für das Programm haben die beteiligten Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot deutlich ausgeweitet, drei Viertel von ihnen haben zusätzlich neue Bücher und Medien für Dreijährige und ihre Familien angeschafft.“

Mit dem Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ unterstützt die Stiftung Lesen teilnehmende Bibliotheken dabei, auch leseunerfahrenen Familien ihr Angebot näherzubringen und Hemmschwellen abzubauen. Die Zusammenarbeit mit sozialen und kommunalen Einrichtungen ist entscheidend, um insbesondere die Kinder zu erreichen, denen wenig oder gar nicht vorgelesen wird. Die beteiligten Bibliotheken profitieren dabei von ihren Netzwerken und nutzen das Programm, um diese für die nachhaltige und breitenwirksame Leseförderung aller Kinder zu erweitern und langfristig zu festigen.

Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagte: „Die positiven Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zu Lesestart belegen, dass es uns gelingt, Familien an das Vorlesen und Erzählen heranzuführen und nachhaltig auf das Vorleseverhalten einzuwirken, denn 90 Prozent der Eltern nutzen die in den „Lesestart“-Sets enthaltenen Bücher auch noch ein Jahr nach Erhalt. Eine kontinuierliche Unterstützung und Begleitung der Eltern und ihrer Kinder zahlt sich also aus.“ Auch die erste Programmphase, an der sich rund 5.000 Kinder- und Jugendärzte sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) beteiligten, erreichte sehr viele Familien in Deutschland.

Für die erste Programmphase, die sich an Eltern mit einjährigen Kindern richtete, sind von November 2011 bis Oktober 2014 rund 5.000 Kinder- und Jugendärzte mit Lesestart-Sets zur Weitergabe im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung ausgestattet worden. Seit November 2013 bis Oktober 2015 bekommen Eltern mit dreijährigen Kindern in über 4.900 Bibliotheken das zweite Lesestart-Set. Für die dritte Lesestart-Phase von 2016 bis 2018 ist für jedes Kind mit dem Eintritt in die Schule ein Set vorgesehen. Insgesamt werden auf diese Weise bis 2018 rund 4,5 Millionen Lesestart-Sets an Eltern und ihre Kinder verteilt.

Weitere Informationen: http://www.lesestart.de/

Pressekontakt:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Pressereferent
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Stiftung Lesen
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Stephanie.Lange@stiftunglesen.de
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