Lungenforschung

Atmen heißt Leben. Bronchien und Lunge versorgen den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff. Die Lungenforschung untersucht Erkrankungen dieser Organe, um Diagnostik und Behandlung zu verbessern.

Moderne Lungenforschung: Computerunterstützte Analyse der Lunge basierend auf CT-Bilddaten. © DLR-Projektträger / BMBF

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren viel über die Lunge und ihre Funktion herausgefunden. Frühgeborene Babys können heute zum Beispiel überleben, auch wenn sie mit unreifen Lungen zur Welt kommen. Die Erkenntnisse der Lungenforschung liefern Ansatzpunkte für effektive Behandlungsmöglichkeiten: So hilft eine neue Untersuchungsmethode, charakteristische Merkmale bestimmter Arten von Lungenkrebs genau zu kennzeichnen. Das Ergebnis ist, dass die anschließende Behandlung sich gezielter gegen den Krebs richten kann und verträglicher ist als bisher. Es gilt, die Lungenforschung auch in anderen Bereichen weiter voranzutreiben. Ziel ist, dass die Ergebnisse schnell in der Praxis ankommen, damit allen Betroffenen möglichst zügig und effektiv geholfen werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt deshalb die Erforschung von Lungenerkrankungen.

Zusammenarbeit von Forschung und Klinik

Das Ministerium fördert seit 2011 die führenden deutschen Lungenforschungsgruppen im Deutschen Zentrum für Lungenforschung, kurz  DZL. Das Zentrum vereint über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und deren Arbeitsgruppen aus 22 universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an fünf Standorten. Grundlagenforschung und klinische Forschung arbeiten eng zusammen. So wird sichergestellt, dass Forschungsergebnisse direkt einfließen können, um Lungenerkrankungen vorzubeugen und zu behandeln. Erfahrung und Wissen werden direkt an den wissenschaftlichen Nachwuchs weiter gegeben. Auch über Landesgrenzen: Eine deutsch-französische Forschungskooperation fördert den Austausch junger Wissenschaftler beider Länder.

Forschungsaktivitäten unterstützen

Ursachen und Folgen von Lungenerkrankungen können sehr unterschiedlich sein. Deshalb gibt es in vielen Fachbereichen Forschungsaktivitäten, die zum Verständnis von Lungenfunktion und –krankheiten beitragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Lungenforschung in mehreren Programmen. Beispielsweise in den Förderschwerpunkten „Klinische Studien“, „Versorgungsforschung“, „Seltene Erkrankungen“ und „Infektionsforschung“. Das bundesweite "Krankheitsbezogene Kompetenznetz Asthma und chronische obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)" ergänzt das Forschungsspektrum des DZL. COPD ist bislang nicht heilbar,  lediglich der Verlauf kann verlangsamt werden. Diese Erkrankung ist sehr häufig von den Erwachsenen über 40 leiden etwa 5-10 Prozent  an COPD. Um die Krankheit besser zu verstehen, führt das Kompetenznetz eine große Studie durch, in der COPD und ihre Begleiterkrankungen untersucht werden.