Malaria

Malaria ist eine weltweit verbreitete armutsbegünstigte Krankheit. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Entwicklung neuer Therapien gegen armutsbegünstigte Krankheiten mit zahlreichen Programmen.

Vom Moskito zum Menschen und wieder zurück: Bei der Malaria ist der Mensch ein Zwischenwirt. © Thinkstock

Die parasitäre Erkrankung Malaria tritt ganzjährig und überregional in weiten Teilen Subsahara-Afrikas (ohne Südafrika), im Amazonasgebiet, in Indien, und in Teilen des Pazifischen Raums auf. Zudem gibt es saisonal Ansteckungen in Ländern Mittel- und Südamerikas, Ostafrikas, des Südpazifiks und Ozeaniens.  

Krankheitslast

2016 waren weltweit 216 Millionen Menschen an Malaria erkrankt. 445.000 Menschen starben, etwa 80 Prozent davon waren Kinder unter fünf Jahren. Dank einiger Fortschritte bei Therapie und Prävention, sind die Erkrankungszahlen weltweit gesunken. Manche Länder haben jedoch weiterhin mit steigenden Zahlen zu kämpfen.

Symptome

Anzeichen einer Infektion sind hohes, wiederkehrendes bis periodisches Fieber (Wechselfieber), Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Besonders bei Kindern kann die Krankheit rasch zu Koma und Tod führen.

Behandlung

Behandelt wird Malaria mit Artemisinin-haltigen oder verwandten Präparaten – teils mit erheblichen Nebenwirkungen und Entwicklung von Resistenzen. Es existiert ein Impfstoff, der jedoch nur begrenzt schützt. Die beste Vorbeugung gegen eine Infektion sind schützende Kleidung und mit Insektiziden imprägnierte Moskitonetze.

Übertragungsweg

Der Übertragungsweg ist kompliziert. Der Lebenszyklus des einzelligen Malariaparasiten (Plasmodium) beinhaltet sowohl Lebensstadien, die sich nur in der Mücke (Anopheles) oder nur im Menschen weiterentwickeln können. Die Übertragung erfordert daher stets beide Wirtsorganismen. Nach einem Mückenstich verläuft die Entwicklung zunächst in der menschlichen Leber, später im Blut. Die massenweise und periodische Vermehrung im Blut bewirkt die Krankheitssymptome. Ein Teil der Erreger im Blut entwickelt sich zu „geschlechtsreifen“ Parasiten, die von Mücken aufgenommen werden, in denen die weitere Entwicklung bis zur neuen Übertragung auf den Menschen verläuft.

Die Forschungsinitiativen des BMBF