Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) fördert die Forschung außerhalb der Hochschulen und betreibt in eigenen Instituten Grundlagenforschung in den Natur- und Geisteswissenschaften sowie den Ingenieur- und Lebenswissenschaften.

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) unterhält rund 80 eigene Institute sowie Forschungsstellen. Ihre wissenschaftliche Attraktivität basiert auf ihrem Forschungsverständnis: Max-Planck-Institute entstehen nur um weltweit führende Spitzenforscher herum. Einmal berufen, bestimmen sie ihre Themen selbst und haben freie Hand bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter. Diesem großen Freiraum steht jedoch ein System regelmäßiger Bewertungsverfahren durch internationale, unabhängige Experten gegenüber.

Zentrales Entscheidungs- und Aufsichtsgremium der Gesellschaft ist der Senat. Er besteht aus den von der Hauptversammlung gewählten Senatoren sowie den Amtssenatoren. Der Senat wählt den Präsidenten und aus seiner Mitte die Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner beschließt er über die Gründung und Schließung von Instituten und Abteilungen und die Berufung der Wissenschaftlichen Mitglieder und Direktoren. Er stellt den Gesamthaushaltsplan sowie Jahresbericht und Jahresrechnung fest.

Innovative Forschungsrichtungen

Im mehrgleisigen System der institutionellen Forschungsförderung in Deutschland setzt die MPG gezielt Schwerpunkte in der Spitzenforschung - und zwar vorrangig mit neuen, innovativen Forschungsrichtungen. Die Forschungsergebnisse dienen der Allgemeinheit und haben das Ziel, Exzellenzschwerpunkte in produktiver Ergänzung zur Forschung an Universitäten, Hochschulen und anderen Forschungsorganisationen zu bilden.

Zahlreiche Nobelpreisträger

Die herausragende Stellung der MPG im deutschen Forschungssystem und im internationalen Kontext beruht auf den international anerkannten Forschungsleistungen ihrer wissenschaftlichen Mitglieder. Dies illustriert die große Zahl begehrter Anerkennungen, unter ihnen 18 Nobelpreise seit 1954, davon 13 seit 1984.

Bund und Länder finanzieren gemeinsam

Ein weiterer Grund für den Erfolg ist die institutionelle Grundfinanzierung der MPG. Die damit verbundene wissenschaftliche Autonomie nutzt die Gesellschaft, um bisher nicht ausreichend bearbeitete Gebiete in zukunftsträchtigen Forschungsfeldern zu identifizieren, hierfür die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen und eine führende Rolle in einer Reihe von Forschungsgebieten zu übernehmen. Die Mittel der MPG stammen zu etwa 95 Prozent von der öffentlichen Hand, die restlichen fünf Prozent stammen aus  Mitgliedschaftsbeiträgen, Spenden sowie aus eigenen Erträgen. Die institutionelle Förderung erfolgt durch Bund und Länder jeweils zur Hälfte.

Die Arbeit der MPG und ihre Kooperationen sind grundsätzlich interdisziplinär angelegt.

Die Max-Planck-Gesellschaft wurde 1948 in der Tradition der früheren Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als gemeinnützige Forschungsorganisation in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit juristischem Sitz in Berlin gegründet; der Präsident und die Generalverwaltung haben ihren Standort in München.