"Meer der Erkenntnis" im Deutschen Bundestag

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat die Ausstellung „Meer der Erkenntnis“ im Paul-Löbe-Haus eröffnet. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Meeresforschung und möchte ein Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren schaffen.

Wir leben auf einem blauen Planeten. Weite Teile unserer Meere und Ozeane sind noch immer unerforscht, obwohl diese zwei Drittel der Erdoberfläche bedecken. Der Forschung fällt es zu, gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft Konzepte für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane zu entwickeln. Die Ausstellung im Paul-Löbe-Haus zeigt vom 27. April bis zum 19. Mai, welche Schwerpunkte das Bundesforschungsministerium bei der Küsten-, Meeres- und Polarforschung setzt, auf welche Erfolge die deutsche Meeresforschung zurückblicken kann – und welche Perspektiven sich für die Zukunft ergeben. Die Ausstellung wird im Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Ozeane spielen eine zentrale Rolle für das Klima, dienen zum Transport von 95 % der Waren und sind eine wichtige Quelle für Nahrung, Roh- und Wirkstoffe. Forscher müssen zum Schutz der Meere und Ozeane die wissenschaftlichen Grundlagen für nachhaltige, technologische und soziale Innovationen schaffen. Drei Milliarden Euro hat das Bundesforschungsministerium daher in den vergangenen zehn Jahren in die Meeres- und Ozeanforschung investiert – 4 Milliarden Euro sollen in den kommenden zehn Jahren bereitstehen.

Ein wichtiges Zukunftsthema ist der nachhaltige Umgang mit den Meeren, die vielfach ausgebeutet und verschmutzt werden. „Das Meer ist nicht unverwüstlich“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Ausstellungseröffnung. „Wir brauchen eine Trendwende im Umgang mit den Meeren.“ Mit der Ausstellung „Meer der Erkenntnis“ möchte das Bundesforschungsministerium ein Bewusstsein und Verständnis für diese Thematik in Ökonomie und Gesellschaft erzeugen.

Um das zu erreichen, gibt die Ausstellung Einblicke in die Forschungsergebnisse, die in den vergangenen Jahren durch die deutsche Forschungsflotte zu Tage gefördert wurden. Auf die Besucher warten Modelle einiger Forschungsschiffe, beispielsweise der Polarstern, Meteor oder der Sonne – das weltweit modernste Forschungsschiff. Andere Exponate stammen aus den Polar- und Küstenmeeren oder aus der Tiefsee. Vulkanische Gesteinsbrocken, „Schwarze Raucher“ und Proben aus Bohrkernen dokumentieren Erkenntnisse über Umweltbedingungen und ihre Veränderungen bis in die Frühgeschichte unserer Erde. So gibt die Ausstellung einen Einblick in deutsche Spitzenforschung, mit deren Hilfe die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können – für eine nachhaltige Nutzung und den gleichzeitigen Schutz unserer Meere und Ozeane.

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung kann vom 27. April bis zum 19. Mai 2017 nach vorheriger Anmeldung wochentags zwischen 9 Uhr und 17 Uhr besichtigt werden. Dabei ist der vollständige Vor- und Zuname, das Geburtsdatum sowie das Datum und die Uhrzeit der gewünschten Besichtigung anzugeben.

Telefon: 030 227-38883
E-Mail: Ausstellung@Bundestag.de
Online-Anmeldung: www.bundestag.de/parlamentarische_ausstellung