Mehr als 65.000 Lesestart-Sets für Flüchtlingskinder

Mit „Lesestart für Flüchtlingskinder“ wird das Sprach- und Leselernangebot im Alltag geflüchteter Kinder ergänzt.  Mehr als 65.000 Lesestart-Sets sind schon übergeben worden. In rund 70 Seminaren wurden Vorlesepaten und Hauptamtliche geschult.

© BMBF

Integration gelingt am besten über Sprache. Lesen, Erzählen und Vorlesen helfen geflüchteten Kindern, die bei uns Schutz suchen, sich zu orientieren und einzuleben, Kontakte zu knüpfen – und natürlich auch einen Zugang zur deutschen Sprache zu erhalten.

In 200 Erstaufnahmeeinrichtungen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) managt die Stiftung Lesen seit Dezember 2015 das bundesweite Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“ - und zwar in mehr als 200 Landeserstaufnahmeeinrichtungen (EAE). Dabei erhalten geflüchtete Kinder im Vorschulalter ein persönliches Lesestart-Set mit einem Ratgeber für die Eltern. Das Lesestart-Set ist eine kleine Stofftasche mit einem Bilderbuch. Zudem wird den Spielstuben eine große Lese- und Medienbox mit rund 50 Büchern und Spielen übergeben, die sich an Kinder bis 12 Jahre richtet. Darüber hinaus werden Seminare angeboten, um haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Spielstuben sowie ehrenamtliche Vorlesepaten auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Nicht zuletzt bietet das Programm eine Vernetzung mit lokalen Vorleseinitiativen.

Mit Vorleseinitiativen vernetzt

Die Aktion war bisher ein großer Erfolg: Mehr als 65.000 Lesestart-Sets wurden bereits übergeben. Bis zum Jahresende 2016 wurden in 70 Landeserstaufnahmeeinrichtungen Seminare abgehalten. Etwa ein Drittel aller Einrichtungen wurde bereits mit lokalen ehrenamtlichen Vorleseinitiativen vernetzt.