Mindestvergütung für Auszubildende ist Frage der Wertschätzung

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek möchte die Berufsbildung durch eine Mindestausbildungsvergütung sowie transparente Fortbildungsstufen verbessern. Das kündigte sie auf dem Tag der Berufsbildung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin an.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek spricht auf dem DGB-Tag zur Berufsbildung und kündigt eine Novelle des Berufsausbildungsgesetzes an.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek spricht auf dem DGB-Tag zur Berufsbildung und kündigt eine Novelle des Berufsausbildungsgesetzes an. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (MdB), anlässlich des DGB-Tages der Berufsbildung am 8. November 2018 in Berlin.

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Frau Hannack,

sehr geehrte Damen und Herren!

„Kein Beruf ohne Bedarf“ – so lautet das gelebte Credo der beruflichen Bildung. Die große Zahl der anerkannten Ausbildungsberufe in Deutschland zeigt, dass wir Bedarf haben: 300 anerkannte Ausbildungsberufe stehen Interessierten zur Auswahl. Alle die, die sich für einen dieser Berufe entscheiden, tragen durch ihre Arbeit und ihr Engagement dazu bei, Wohlstand und Wachstum in unserem Land zu sichern. Qualifizierte Fachkräfte sind der Schlüssel für den Erfolg unseres Landes.

„Kein Beruf ohne Bedarf“ – in diesem Credo schwingt ein weiterer Aspekt mit: und zwar Veränderungsbereitschaft. Denn Bedarfe ändern sich, sei es in der Wirtschaft oder in der Gesellschaft. Und wir leben in Zeiten, in denen sie sich sehr schnell wandeln.

Die Digitalisierung verändert unsere Art zu leben, zu arbeiten und die Art, uns auszutauschen. Rasant. Die Globalisierung verstärkt den internationalen Wettbewerb und verlangt immer schnellere Fortschritte, um im wirtschaftlichen Wettlauf zu bestehen. Digitalisierung und Globalisierung verstärken auch die Veränderungsgeschwindigkeit des Arbeitsmarktes:

  • dass ein Schweißer im Metallbau sich zu Beginn des Arbeitstages mit einem Blick auf das Smartphone per App informiert, was erledigt werden muss,
  • dass die Spezialisten im Dentallabor 3D-Drucker nutzen und
  • dass Dachdecker mit Unterstützung von Drohnen erkennen, an welchen Stellen im Dach Schäden sind,

wäre vor einigen Jahren für viele schwer vorstellbar gewesen. Heute sind die digitalen Möglichkeiten in den Arbeitsalltag zahlreicher Menschen bereits integriert und laufend gibt es weitere Entwicklungen.

Diese Entwicklungen wecken an einigen Stellen in unserer Gesellschaft Sorgen. Da sind Sorgen, dem Fortschritt nicht standhalten zu können, weil komplexe Zusammenhänge schwer verständlich sind; da  sind Sorgen um den Arbeitsplatz; und da ist Unbehagen, weil im Alltag Neues und Fremdes auftaucht, das gewohnte und bekannte Abläufe in Frage stellt.

Wir nehmen diese Sorgen ernst. Denn sie tragen dazu bei, dass Risse in unserer Gesellschaft entstehen, dass Menschen sich abwenden oder dass der demokratische Zusammenhalt gefährdet ist.

Mut zur Veränderung entsteht, wenn Menschen sich im Wandel mitgenommen und wertgeschätzt fühlen.

Dazu kann die berufliche Bildung einen wertvollen Beitrag leisten. Denn natürlich ist es notwendig, die Fachkräfte von heute und morgen fit für die Zukunft zu machen.

Eine starke berufliche Bildung leistet auch einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert. Denn sie hat das Potenzial, auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen. Die berufliche Bildung ist eine soziale Klammer: Sie gibt jungen Menschen aus allen sozialen Schichten eine Aufstiegsmöglichkeit und die Chance, individuelle Talente einzubringen. Sie zeigt ihnen, dass alle gebraucht werden in unserer Gesellschaft.

Aber die Politik will und kann dies nicht alleine tun: Wir sind dabei auch auf Sie und Ihre Mitwirkung angewiesen. Ich weiß, dass die berufliche Bildung für den DGB ein herausragendes Thema ist und es Ihnen wichtig ist, in Deutschland ein Bildungssystem zu haben, dass die Teilhabe möglichst aller Menschen an der Gesellschaft ermöglicht.

Die Zusammenarbeit von Politik und Sozialpartnern in den letzten Jahrzehnten war für unsere Gesellschaft sehr gewinnbringend. Wirtschaftlich, aber auch in der Entwicklung. Gewerkschaften und Arbeitgeber waren stets in die Entwicklung der Berufsbilder und Qualifizierungsanforderungen eingebunden – und das soll auch so bleiben. Deshalb danke ich Ihnen für die Einladung zu Ihrem Kongress und freue mich, heute mit Ihnen ins Gespräch kommen zu können.

I.

Bei allen Überlegungen und Debatten zu Weichenstellungen für die berufliche Bildung der Zukunft ist mir eines wichtig: Lassen Sie uns die Chancen und positiven Perspektiven für die berufliche Bildung in den Mittelpunkt rücken. Wir müssen die Herausforderungen der beruflichen Bildung in Gestaltungsmöglichkeiten umwandeln.

Ich bin überzeugt, dass das gelingt, denn die berufliche Bildung hat herausragende Stärken.

Eine dieser Stärken ist, dass die berufliche Bildung durch den starken Praxisbezug per se auf Veränderungsprozesse vorbereitet ist. Sie kann gar nicht in der theoretischen Betrachtung von Herausforderungen stehen bleiben. Sie muss sie praktisch und pragmatisch bewältigen, um Auszubildende für den Arbeitsalltag fit zu machen. Konkret kann man das zum Beispiel daran festmachen, dass Aus- und Fortbildungsordnungen kontinuierlich modernisiert werden und technologische Fortschritte fortwährend und ganz selbstverständlich in die Berufsausbildungspraxis einfließen. Technologieoffene Aus- und Fortbildungsordnungen ermöglichen dies sehr flexibel.

Die Kombination aus Theorie und Praxis ist die DNA der beruflichen Bildung und ein Garant für Veränderungsfähigkeit mit Erfolgsaussichten. Das zeichnet das System der beruflichen Bildung insgesamt und seine Strukturen aus.

II.

Im kommenden Jahr wird das Berufsbildungsgesetz 50 Jahre alt. Das Berufsbildungsgesetz ist das Grundgesetz der beruflichen Bildung – und eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortsetzen.

Dazu werden wir eine richtungsweisende Novelle für dieses Gesetz auf den Weg bringen. Durch finanzielle und ideelle Verbesserungen werden wir damit mehr Anerkennung und bessere Startbedingungen für die berufliche Bildung schaffen. Dazu sollen vor allem zwei Elemente zentral beitragen:

Das ist zum einen die Mindestvergütung:

Ich weiß, dass Ihnen die Mindestvergütung für Auszubildende ein wichtiges Anliegen ist. Wir haben sie im Koalitionsvertrag vereinbart und wir werden sie umsetzen.

Wir haben allen Grund, unseren Auszubildenden Wertschätzung zukommen zu lassen: Auszubildende packen schon im ersten Ausbildungsjahr in den Betrieben mit an. Sie tragen zur Wertschöpfung bei, während sie gleichzeitig noch lernen. Deshalb ist eine Mindestvergütung auch eine Frage der Anerkennung dieser Leistung. Da sind wir uns sicher einig.

Für mich muss diese Mindestausbildungsvergütung eine von Maß und Mitte sein. Sie muss ausgewogen und in der Höhe klug gewählt sein. Denn sie soll bundes- und branchenweit gelten: Also nicht nur in Niedersachen und Hessen, sondern auch in Sachsen und Brandenburg.

Ebenso ist mir aber auch die Tarifautonomie der Sozialpartner ein hohes Gut. Und ich meine, bei der Mindestausbildungsvergütung sind wir alle gut beraten, dieses Verfassungsgut zu schützen und staatliche Eingriffe in die Lohnpolitik auf das sozial Erforderliche zu beschränken.

Ich möchte daher die Mindestausbildungsvergütung an eine Bildungssozialleistung koppeln. Konkret an das Schüler-BAföG, das vollzeitschulisch Auszubildende erhalten. Daran sollten wir uns orientieren.

Damit steigen wir mit 504 Euro im 1. Lehrjahr bereits jenseits der 500 Euro ein. Und die Mindestvergütung soll dann in den Folgejahren mit der Wertschöpfung weiter ansteigen.

Viele Betriebe bezahlen freiwillig schon heute deutlich mehr. Doch ich bitte auch daran zu denken, dass regional und branchenspezifisch die Spannweite groß ist.

Diese Spannungen werden wir nicht vollständig auflösen können. Und gerade deshalb ist mein Vorschlag so gestaltet, dass er zum einen die Tarifautonomie stärkt und gleichzeitig Auszubildenden finanzielle Sicherheit und Wertschätzung zubilligt.

Zum zweiten wollen wir neue transparente Fortbildungsstufen.

Damit berufliche Bildung für junge Menschen reizvoll ist, sind Transparenz und Klarheit der Angebote wichtig. Da liegen die Hochschulen mit Bachelor und Master heute klar vorne. Die höherqualifizierende Berufsbildung bietet demgegenüber ein ziemlich buntes Bild an Bezeichnungen: Vom Facharbeiter über die Fachkraft bis zum Fachberater, um nur einige Bezeichnungen zu nennen.

Lange wurde über einheitliche Bezeichnungen diskutiert. Nun ist es Zeit zu handeln. Daher will ich die drei umzusetzenden Fortbildungsstufen mit klaren und geschützten Marken versehen: Berufsspezialistin, Berufsbachelor und Berufsmaster.

Mit diesen Bezeichnungen transportieren wir den Berufsbezug und damit den Markenkern der beruflichen Bildung. Zugleich unterstreichen wir, dass wir es mit der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ernst meinen. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder mit der hohen Qualität für die duale Ausbildung geworben. Aber wenn wir ehrlich sind: Gute Argumente sind das eine. Aber wenn immer noch viele Eltern, auch Facharbeiter, Sorge haben, dass ihr Kind mit einer Berufsausbildung weniger Karriereperspektive haben könnte als mit einem Studium, dann brauchen wir noch bessere Argumente. Wir brauchen Berufsbezeichnungen, die durch ihre bewusst an die europäischen Bachelor- und Master-Abschlüsse angelehnten Bezeichnungen jeder und jedem die Gleichwertigkeit dieses Karrierewegs aufzeigen.

III.

Ich bin überzeugt, dass diese Elemente der Novelle der beruflichen Bildung neuen Auftrieb geben werden.

Denn aktuell besteht hier noch Verbesserungsbedarf: Das Potenzial der beruflichen Bildung ist in unserer Gesellschaft noch nicht allen bewusst.

Sie kennen die vielen Chancen der beruflichen Bildung natürlich; Sie schreiben sich das Thema berufliche Bildung selber als zentrales Politikfeld auf die Fahnen. Und Sie arbeiten auch daran, in der Öffentlichkeit für die berufliche Bildung zu werben.

Gesamtgesellschaftlich gesehen bleibt aber noch einiges zu tun. Trotz mittlerweile objektiv vergleichbarer Karriere- und Verdienstperspektiven in vielen Bereichen steht die akademische Bildung in den Köpfen zahlreicher junger Menschen und ihrer Eltern immer noch an vorderer Stelle. Wir brauchen deshalb ein neues Bewusstsein für die exzellenten Perspektiven, die in der beruflichen Bildung stecken.

Der erste Schritt für dieses neue Bewusstsein ist: Information. Berufliche Bildung steht und fällt mit jungen Menschen, die ihre Begabungen und Fähigkeiten entwickeln und einbringen. Diesen jungen Menschen müssen wir aber zunächst einmal und möglichst früh aufzeigen, welche Chancen die berufliche Bildung bietet.

In den letzten Jahren haben wir dazu ein erfolgreiches Modell etabliert, das vor der beruflichen Bildung ansetzt: die Bildungsketten. Damit sollen junge Menschen ab einem möglichst frühen Zeitpunkt dabei unterstützt werden, sich beruflich zu orientieren und dann die richtige Entscheidung für einen Beruf zu treffen. Die Initiative wurde gemeinsam vom BMBF, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit initiiert. Bund und Länder koordinierenihre Unterstützungsleistungen. Alle arbeiten hier zusammen. Diesen Ansatz werden wir fortsetzen und weiter ausbauen, auch an Gymnasien.

Darüber werden wir mit den weiteren Akteuren der Bildungsketten sprechen. Zu ihnen gehören das Bundesarbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit und die Länder. Die zweite Phase der Bildungsketten soll rechtzeitig vor dem Auslaufen der jetzigen Vereinbarungen Ende 2020 stehen.

Attraktiver wollen wir die berufliche Bildung auch dadurch machen, dass wir jungen Menschen internationale Erfahrungen ermöglichen. Der Blick über den Tellerrand kann dabei zur Win-Win-Situation für Auszubildende und Unternehmen werden: Denn das Eintauchen in unbekannte Kulturen und Arbeitswelten in anderen Ländern eröffnet jungen Menschen neue Blickwinkel. Berichten sie nach ihrer Rückkehr von ihren Erlebnissen, können auch Unternehmen und Betriebe von den Erfahrungswerten profitieren.

Deshalb möchte ich mit einer neuen Initiative „AusbildungWeltweit“ Auslandsaufenthalte innerhalb der Ausbildung und auch außerhalb der EU strukturiert fördern.

Die Pilotphase von „AusbildungWeltweit“ läuft bereits seit Juli 2017. Es haben fast 300 Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder Lernaufenthalte in mehr als 20 Ländern absolviert. Am 26. November feiern wir mit einer großen Veranstaltung den offiziellen Start des Förderprogramms „AusbildungWeltweit“. Die Möglichkeit, einen Teil seiner Ausbildung im Ausland zu verbringen, erweitert das Kompetenzprofil von Auszubildenden. Sie macht zudem eine Berufsausbildung für junge Menschen noch einmal interessanter.

Gute Ansätze zur internationalen Vernetzung gibt es bereits: Schließlich befinden wir uns heute mit dieser Veranstaltung in der „Europäischen Woche der Berufsbildung“.

III.

Zum Zweiten müssen wir deutlich machen, wie wertvoll und gewinnbringend die Lernmöglichkeiten für Auszubildende und Fachkräfte sind. Das gilt vor allem mit Blick auf das wichtige Feld der Digitalisierung.

Sie wissen alle durch Ihre Gespräche vor Ort, dass die Digitalisierung auch Sorgen bereiten und viele Fragen aufwerfen kann: Fallen durch die neuen technischen Möglichkeiten Stellen weg? Verschwinden ganze Berufsbilder? Sorgt die Digitalisierung für zu komplexe neue Aufgaben? All dies sind Fragen, die sich Fachkräfte vor Ort stellen und die verunsichern können.

Wir wollen auf diese Fragen Antworten und Maßnahmen finden. Antworten die den Menschen die Ängste nehmen, und Maßnahmen anstoßen, die aus Unsicherheiten Zukunftsperspektiven machen.

Lernen ist aber nicht nur eine Frage für die Zeit der Ausbildung. Es ist ein Thema, das uns unser ganzes Leben begleiten wird.

In Zukunft wird lebensbegleitendes Lernen noch wichtiger sein als heute. Und zwar für alle: Für die Mitarbeiter, in Unternehmen, in Verwaltungen und Forschungseinrichtungen. Und natürlich auch für diejenigen, die junge Menschen in ihrer Ausbildung begleiten. Wir werden deshalb auch bei der Qualifizierung des pädagogischen Personals und der ehrenamtlich Engagierten die notwendige Unterstützung leisten.

In die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren, heißt, in den Erfolg unserer Unternehmen und Betriebe zu investieren.

Lebensbegleitendes Lernen ist ein wesentlicher Schlüssel zur Gestaltung der Veränderungen. Wir können nur fit für die Zukunft bleiben, wenn wir uns kontinuierlich auf den neuesten Stand bringen.

Und wir können Menschen nur die Sorge vor der Arbeitswelt der Zukunft nehmen, wenn sie auf diese Arbeitswelt gut vorbereitet sind.

Dazu braucht es die Bereitschaft des Einzelnen und passende Weiterbildungsangebote. Jetzt sind alle Partner gefragt. Die Bundesregierung will deshalb alle gesellschaftlichen Kräfte in einer Nationalen Weiterbildungsstrategie bündeln.

All das wird dazu beitragen, dass auch in Zukunft jeder seinen Platz in der Arbeitswelt finden wird. Und zwar so, dass seine Kompetenzen und Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Technik wird die Menschen unterstützen, Technik wird Menschen und ihr spezifisches Können wertvoller machen denn je. Unsere Arbeitswelt wird sich weiter wandeln – und wir werden diesen Wandel selber gestalten.

IV.

Viele Fachkräfte haben sich im Laufe ihrer Ausbildung und ihrer Arbeit im Betrieb wichtige neue Kompetenzen angeeignet und Erfahrungen gesammelt.

Wir möchten ihnen deshalb Chancen geben, sich weiter zu entwickeln. Im Koalitionsvertrag haben wir deshalb vereinbart, berufliche Aufstiege noch attraktiver zu machen. Auch dazu sind substantielle Verbesserungen geplant.

  • Für Verbesserungen beim Aufstiegs-BAföG sind zusätzlich 350 Millionen Euro in dieser Wahlperiode geplant. Damit wollen wir ein passgenaues Förderangebot für die Fortbildungsstufen entwickeln, die wir jetzt mit der BBiG-Reform einführen.
  • Auf der Anbieterseite soll ein Wettbewerb „Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung“ zeitgemäße und attraktive Angebote fördern. Die ersten Abstimmungen mit den Ländern und Sozialpartnern zum Ideenwettbewerb sind bereits erfolgt. In einem ersten Schritt werden wir rund 15 bis 20 innovative Ideen auswählen. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre Konzepte weiter auszuarbeiten. In einem zweiten Schritt erfolgt dann die Umsetzung. Last but not least bauen wir die Stipendienprogramme des BMBF für beruflich Qualifizierte gerade ebenfalls aus. Mehr Begabtenförderung in der beruflichen Bildung ist das Ziel.

VI.

Sie sehen: Es ist mehr als ernst. Dieses Land kann berufliche Bildung wie kein zweites – dank der Partner, die mit Verantwortung und Pflichtgefühl dabei sind. Dank Ihnen. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir mit und in der beruflichen Bildung wiederum Großes Leisten können.

Schon jetzt, aber besonders im nächsten Jahr, wird es viel Gelegenheit zum Gestalten geben: Nächstes Jahr startet das „Jahr der Berufsbildung 2019“. Mehr verrate ich Ihnen nicht. Nur so viel: Feiern Sie mit. Sie haben es sich verdient.

Das Jahr der Berufsbildung soll als gemeinsame Aktion Rückenwind für alle geben, die sich vor Ort in Betrieben, in Kammern und anderswo für die berufliche Bildung engagieren.

Ich bin überzeugt, dass sich die Anstrengungen, die mit den neuen Herausforderungen auf uns zukommen, auch lohnen werden.

Lassen Sie uns gemeinsam weitermachen und den Wandel als Chance begreifen. Ich freue mich auf viele spannende Treffen mit Ihnen.