Ministerium lädt zur Ausstellung über die Arbeitswelten der Zukunft

Datenbrillen, Roboter, künstliche Intelligenz: An seinem Berliner Dienstsitz gibt das Bundesforschungsministerium einen Einblick in die Arbeitswelten der Zukunft – mit einer Ausstellung zum gleichnamigen Wissenschaftsjahr.

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte testet echtzeitfähige 3D-Erfassung aus dem Projekt 3Dsensation: Die neue Technik erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. © BMBF / Hans-Joachim Rickel
Im Foyer seines Berliner Dienstsitzes lädt das BMBF täglich zwischen 10 und 18 Uhr zur Ausstellung "Arbeitswelten der Zukunft" ein. © BMBF / Hans-Joachim Rickel
Augmented Reality: Ausgerüstet mit einer Datenbrille installiert Forschungsstaatssekretär Georg Schütte eine Steckdose. © BMBF / Hans-Joachim Rickel
Informationen auf einer Datenbrille zeigen, wie sich möglichst viele Pakete auf einer Ladepalette platzieren lassen. © BMBF / Hans-Joachim Rickel
Wer sich einmal an gewisse Abläufe gewöhnt, kann sich nur schwer davon trennen. Darum die Frage: Wie können wir Gewohntes einfach vergessen? Das erfahren Besucherinnen und Besucher im Selbsttest. © BMBF / Hans-Joachim Rickel

Menschen haben Berufe schon immer an neue Anforderungen angepasst – von der Landwirtschaft bis zur Industrie. Durch die zunehmende Digitalisierung steht ein erneuter Wandel bevor: Viele Berufe werden sich verändern, einige Arbeitsfelder werden wegfallen, ganz neue Arbeitswelten werden entstehen. An seinem Berliner Dienstsitz gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Einblick in die „Arbeitswelten der Zukunft“. Besucherinnen und Besucher können von Juli bis Dezember 2018 Augmented-Reality-Brillen testen, mit der Technologie des 3D-Sehens die Symbiose von Mensch und Maschine erleben sowie in interaktiven Spielen in neue Arbeitswelten eintauchen.

„Erleben. Erlernen. Gestalten.“ Unter diesem Motto sucht das Bundesforschungsministerium gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur im Wissenschaftsjahr nach Antworten auf Fragen zu den Arbeitswelten der Zukunft. Dazu gibt es zahlreiche Veranstaltungen: Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Mitmach-Aktionen und vieles mehr – sowie die Ausstellung im Foyer des Bundesforschungsministeriums.

Mensch und Technik ergänzen sich nahezu in Perfektion

In der Ausstellung zeigt zum Beispiel das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik ein digitales Assistenzsystem zur Entlastung der Beschäftigten: So ergänzen sich Mensch und Technik nahezu in Perfektion. Informationen auf einer Datenbrille zeigen der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter, wie sie oder er möglichst viele Pakete auf einer Ladepalette platzieren kann – voll automatisch. Die eingesetzte Technologie heißt „Augmented Reality“, „erweiterte Realität“.

Arbeit der Zukunft: Von jedem Ort, zu jeder Zeit?

Die Digitalisierung eröffnet auch neue Spielräume bei der Gestaltung der Arbeitstage: Werden Sie ihrer Arbeit flexibel nachgehen: von jedem Ort, zu jeder Zeit? Finden Sie es heraus und planen Sie Ihren idealen Werktag: Wie viele Stunden und Minuten wollen Sie arbeiten, schlafen, essen – und mit der Familie oder Freunden verbringen? Ihre Pläne können Sie in der Ausstellung mit denen anderer Besucherinnen und Besucher vergleichen. So viel vorab: Wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergab, arbeiten die Menschen in Deutschland durchschnittlich 8,5 Stunden am Tag. Dürften sie sich wünschen, wie viel Zeit sie für die Arbeit aufwenden, wäre schon eine Stunde früher Feierabend – nach 7,5 Stunden.

Weitere spannende Exponate können Sie täglich zwischen 10 und 18 Uhr im Berliner Dienstsitz des Bundesforschungsministeriums am Kapelle-Ufer 1 erkunden.

Die Wissenschaftsjahre

Die Wissenschaftsjahre sind eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und von Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie bieten eine Plattform für den Austausch zwischen Politik, Gesellschaft und Forschung.