Ministerkonferenz zur Klimaforschung

Gemeinsam haben Bundesministerin Wanka und zehn Minister aus westafrikanischen Ländern über die weitere Zusammenarbeit im Forschungsprojekt WASCAL beraten. Das Forschungszentrum soll künftig in afrikanische Verantwortung übergehen.  

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka begrüßt Teilnehmer der Ministerkonferenz zum Klimakonferenzzentrum Westafrika (WASCAL).
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka begrüßt Teilnehmer der Ministerkonferenz zum Klimakonferenzzentrum Westafrika (WASCAL). © dpa/picture-alliance/Bend von Jutrczenka

Bundesministerin Johanna Wanka hat zehn westafrikanische Minister im Bundesforschungsministerium in Berlin empfangen, um die Weichen für das gemeinsame Klimaforschungsprojekt WASCAL (West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use) zu stellen. Die Regierungsmitglieder aus den Partnerländern Benin, Burkina Faso, Gambia, Ghana, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Nigeria, Senegal und Togo haben gemeinsam mit Wanka beschlossen, dass die teilnehmenden Länder in der Wirtschaftsregion Westafrika künftig die Finanzierung der Forschungsinitiative übernehmen werden.

"Heute wird Wirklichkeit, was politisch schon so häufig - und zuletzt in der Erklärung des G7-Gipfels von Elmau - zum Ausdruck gebracht wurde: Afrika baut eigene Kompetenzen auf, um dem Klimawandel zu begegnen. Mit diesem Forschungszentrum, an dem sich viele Länder beteiligen, haben wir gemeinsam große Schritte getan, um dauerhaft die Wissensgrundlagen zum Klimawandel in Westafrika zu schaffen" sagte Wanka nach der Sitzung des Ministerrates.

WASCAL ist eine interdisziplinäre Forschungsinitiative, die im Jahr 2012 gemeinsam von Deutschland und zehn Ländern in Westafrika ins Leben gerufen wurde. Das Forschungszentrum ist Teil der Afrika-Strategie des Bundesforschungsministeriums. Für den Aufbau hat das Bundesforschungsministerium 50 Millionen Euro bereitgestellt.

Das Forschungsprojekt mit Hauptsitz in Accra, der Hauptstadt Ghanas, verfolgt problemorientierte Forschung zum Klimawandel und der Landnutzung im westlichen Afrika. Denn die Folgen des Klimawandels machen sich in Afrika besonders bemerkbar. 80 Prozent der Bevölkerung in Westafrika lebt von der Landwirtschaft und ist vom Klimawandel direkt betroffen. Das Land wird immer mehr zur Wüste, das Wasser wird knapper. Das macht es Landwirten schwer, ihre Felder zu bewirtschaften und Nahrung anzubauen. Mit datenbasierter Klimaforschung wollen die Wissenschaftler länderübergreifend an Lösung arbeiten.