Mit MINT in die Zukunft

Noch immer gibt es zu wenig Nachwuchs in Fächern wie Mathematik oder Informatik. Bundesbildungsministerin Karliczek will das mit einer neuen Initiative ändern. Dafür gibt das BMBF 55 Millionen Euro aus.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat den MINT-Aktionsplan bei ihrem Besuch des Schülerlabors dEIn Labor an der der Technischen Universität Berlin vorgestellt. MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die bisherigen Maßnahmen des BMBF im MINT-Bereich laufen schon sehr erfolgreich, z.B. die Förderung der Initiative “Haus der kleinen Forscher“ oder die Kinder- und Jugendwettwebewerbe wie „Jugend forscht“. Der MINT-Aktionsplan stärkt dieses Engagement nun besonders in den vier Bereichen MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche, MINT-Fachkräfte, Chancen von Mädchen und Frauen in MINT und MINT in der Gesellschaft.

Anja Karliczek stellte den MINT-Aktionsplan in Berlin vor.

© BMBF/Hans-Joachim Rickel

„Gerade die klassischen Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch die Medizin erhalten durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz einen neuen Schub und bedürfen gut ausgebildeten Nachwuchses, der sich mit MINT auskennt. Gute MINT-Bildung bietet viele Chancen für den Einzelnen und für Deutschland. Deshalb stelle ich mit dem MINT-Aktionsplan für neue Maßnahmen 55 Millionen Euro bereit", sagte Karliczek.

Für 10 bis 16-Jährige fördert das BMBF regelmäßig stattfindende, betreute Angebote in der MINT-Bildung. Ein breiter und einfacher Zugang zu MINT-Angeboten soll genauso selbstverständlich werden wie der Besuch von Sportvereinen oder musische Aktivitäten. Übergreifend stärkt der Aktionsplan des BMBF Mädchen und Frauen, damit sie ihre MINT-Interessen vertiefen können und sich in diesen Bereichen mehr zutrauen.

Mit der onlinegestützten, bundesweiten MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle kann man sich verlässlich über die vielfältigen MINT-Initiativen informieren. Sie stellt einen virtuellen Marktplatz für Vernetzungs- und Transferaktivitäten dar, so dass gute MINT-Praxis in die Fläche kommt.

Darüber hinaus fördert das BMBF Forschung zu erfolgreicher, qualitativer MINT-Bildung und identifiziert Maßnahmen, die ein langfristiges Interesse an MINT aufbauen.