Mit neuem Wissen für die Zukunft vorsorgen

Rahmenprogramm "Universum und Materie" vorgestellt / Wanka: "Aus der Grundlagenforschung  entstehen Ideen für künftige Innovationen"

Bundesministerin Johanna Wanka stellt im Zeiss-Großplanetarium das Rahmenprogramm 'Universum und Materie' vor. (v.l.): Nina Satori (Pressesprecherin BMBF), Matthias Steinmetz (Präsident des Leibniz-Instituts für Astrophysik), Bundesministerin Johanna Wanka, Concettina Sfienti (Universität Mainz)
© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Suche nach neuen Erkenntnissen, wie unsere Welt aufgebaut ist, geht immer weiter: Woraus bestehen das Universum und die Materie? Was sind die kleinsten Bausteine und wie funktioniert deren Zusammenspiel? Fragen wie diesen geht die Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften nach, im weiten Feld "Universum und Materie". Dazu benötigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler modernste Forschungsinfrastrukturen wie Teilchenbeschleuniger oder Teleskope -  die zur Gewinnung neuer Erkenntnisse zunehmend komplexer werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln dabei Technologien an der Grenze des technisch Machbaren und bündeln international wissenschaftliches und technisches Know-how.

Heute stellt das Bundesforschungsministerium dazu sein neues Rahmenprogramm "Erforschung von Universum und Materie ErUM" vor, für dessen Aktivitäten 1,5 Milliarden Euro pro Jahr über alle Förderinstrumente bereit stehen. Damit bietet es den Forscherinnen und Forschern einen Planungsrahmen für die nächsten zehn Jahre.

"Grundlagenforschung wie die Erforschung von Teilchen, Materie und Universum ist Zukunftsvorsorge: Mit einer exzellenten Grundlagenforschung in und aus Deutschland. sorgen wir langfristig für die Innovationsfähigkeit unseres Landes vor. Denn die Grundlagenforschung liefert uns zum Beispiel Ideen und Methoden für die Krebstherapie oder für effizientere Solarzellen und Batterien in der Energieversorgung", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Das Bundesforschungsministerium spannt mit dem neuen Rahmenprogramm den thematischen Bogen von den allerkleinsten Strukturen in der Materie – den Teilchen – bis zu den größten Strukturen im Universum. Die Forschung zur Materie, wie wir sie in Werkstoffen, Biomolekülen und Organismen finden, legt die Basis für künftige Innovationen in Industrie und Medizin. Und nicht zuletzt bildet Forschung an Forschungsinfrastrukturen auch den Nachwuchs in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aus, den wir für diese Innovationen brauchen.

Das Bundesforschungsministerium gestaltet gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Landschaft der Forschungsinfrastrukturen von morgen und begleitet diese nationalen und internationalen Infrastrukturen entlang ihres Lebenszyklus, also von der Konzeption über den Bau und die Instrumentierung bis hin zum Betrieb und schließlich zum Abbau oder zur Umnutzung der Forschungsinfrastrukturen.

Landkarte der BMBF-geförderten Forschungsinfrastrukturen:
http://fis-landschaft.de/