MS Wissenschaft begeistert für Meere und Ozeane

Halbzeitbilanz des Ausstellungsschiffes / Schütte: "Trendwende in Richtung eines nachhaltigen Umgangs mit den Meeren einleiten"

Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, besucht die MS Wissenschaft.
Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, besucht die MS Wissenschaft. © Gabriela Mootz / Wissenschaft im Dialog

Rund 80.000 Besucherinnen und Besucher sind in diesem Jahr mit der MS Wissenschaft auf Forschungsexpedition in die Tiefen der Weltmeere gegangen. In 33 Städten im Norden, Deutschlands hat das Ausstellungsschiff bisher im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angelegt. Zum laufenden Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane und unter dem Motto "Entdecken, Nutzen, Schützen" zeigt das Schiff eine interaktive Ausstellung.

"Wir müssen eine Trendwende in Richtung eines nachhaltigen Umgangs mit den Meeren einleiten. So gerät zum Beispiel schnell aus dem Blick, dass die Luft zum Atmen überwiegend aus dem Meer kommt. Aktionen wie die MS Wissenschaft und das Wissenschaftsjahr tragen solches Wissen zu den Menschen. Es geht darum, zu zeigen, was jeder und jede Einzelne tun kann, um die Meere zu schützen", sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung in Bonn, wo das Schiff als letzter Station vor der Winterpause vom 3. bis 6. September 2016 liegt.

Mit dem Halt 2016 wird Bonn zum einzigartigen "Jubiläums-Stopp" des umgebauten Frachtschiffes: zum 15. Mal seit 2002 ist es in der Bundesstadt zu Gast, jedes Jahr seit seinem Bestehen. In dieser Zeit haben rund 880 Personen pro Tag in Bonn die MS Wissenschaft besucht. 2017 ist die Tour-Eröffnung in Bonn geplant – die Stadt wäre damit die einzige, die im Wissenschaftsjahr 2016*17 zweimal angefahren wird. 2017 wird die Ausstellung "Meere und Ozeane" dann durch Deutschlands Süden fahren.

Zahlreiche Gäste haben neben dem Besuch der interaktiven Ausstellung über die Lebenswelten die Möglichkeit genutzt, zu Filmabenden, Workshops und Diskussionsveranstaltungen mit Meeresforscherinnen und –forschern ins Gespräch zu kommen. Dazu Beate Langholf von Wissenschaft im Dialog, Projektleiterin der MS Wissenschaft: "Wir möchten mit der Ausstellung Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die spannenden Aspekte der Meeresforschung näherbringen. Im Mittelpunkt steht dabei das spielerische Entdecken und Ausprobieren an den Mitmach-Exponaten. Dass wir die Menschen damit erreichen, zeigen die tollen Besucherzahlen. Wir freuen uns sehr, dass die Ausstellung so gut ankommt und hoffen auf eine ebenso erfolgreiche Tour 2017 durch den Süden Deutschlands."

Neben der Ausstellung auf der MS Wissenschaft gibt es im aktuellen Wissenschaftsjahr eine Vielzahl an Aktionen, mit denen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Thema "Meere und Ozeane" nahegebracht wird. So werden beispielsweise im Herbst werden bundesweit Schulkassen und Jugendgruppen die Plastikbelastung an deutschen Flussläufen und Küsten messen. Lehrerinnen und Lehrer oder Leiterinnen und Leiter von Jugendgruppen oder Vereinen können dazu kostenlos Lern- und Arbeitsmaterial sowie Aktionshefte bestellen. Auf der Website www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion finden sich alle Informationen zur Teilnahme, zum unterrichtsbegleitenden Material und zum wissenschaftlichen Hintergrund. Der offizielle Auftakt zu der Aktion "Plastikpiraten" findet am 16. September in Kiel statt.

Informationen zur MS Wissenschaft sowie Fotos finden Sie unter:

www.ms-wissenschaft.de

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr finden Sie unter: www.wissenschaftsjahr.de