Nachfrage nach dem Meister-BAföG steigt

Das Meister-BAföG unterstützt immer mehr junge Fachkräfte darin, sich in ihrem Beruf weiterzubilden. Insbesondere Frauen soll es künftig noch leichter fallen, Familie und Fortbildung zu vereinbaren.

Immer mehr junge Menschen profitieren vom Meister-BAföG: Rund 172.000 Fachkräfte haben im vergangenen Jahr für ihre Fortbildungen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) erhalten. Die Zahl der Geförderten ist damit im Vergleich zum Jahr 2013 um 0,2 Prozent gestiegen. Das bereits hohe Niveau des Vorjahres wurde damit zum siebten Mal in Folge übertroffen. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

56 Prozent der Geförderten haben in 2014 ihre Fortbildung in Teilzeit und 44 Prozent in Vollzeit gemacht. Das Fördervolumen ist im gleichen Zeitraum um rund 2 Prozent auf 587 Millionen Euro gestiegen.

Der Frauenanteil der Fachkräfte, die Meister-BAföG beziehen, ist allerdings unverändert gering. Weniger als ein Drittel der Geförderten ist weiblich. Im Vergleich zum Vorjahr 2013 ist diese Zahl sogar leicht um 0,7 Prozentpunkte gefallen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sieht Handlungsbedarf. Eine geplante Gesetzesnovelle soll ermöglichen, dass noch mehr Menschen durch das Meister-BAföG unterstützt werden. Insbesondere Frauen sollen noch mehr Anreize geschaffen werden, sich in ihrem Beruf weiterzuentwickeln.

„Ich werde bei der Novelle ein besonderes Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Familie und Aufstiegsfortbildung legen. Hierzu gehört für mich zum Beispiel, dass Menschen, die Teilzeitfortbildungen machen, sich ihren Unterricht flexibler einteilen können. Darüber hinaus setzte ich eine klare Priorität für  bessere Leistungen bei familien- und kinderbezogenen Förderelementen. Aber auch die Wirtschaft ist gefordert, Arbeitsumfelder und Karriereperspektiven konsequent familienfreundlich auszugestalten“, sagte Johanna Wanka.