Nachwuchswettbewerb Photonik-Akademie 2016

Das Bundesforschungsministerium hat 40 Studierende zu einem Blick hinter die Kulissen von Unternehmen und Instituten eingeladen. Der Fokus der Praxiswoche war die Biophotonik, ein Schwerpunkt des Förderprogramms „Photonik Forschung Deutschland“.

Brille adé - Fehlsichtigkeit lässt sich mit Laserstrahlung korrigieren. Eine Teilnehmerin der Photonik-Akademie 2016 testet einen virtuellen Operationssimulator der Firma VRmagic. © VDI Technologiezentrum GmbH

Lassen sich Krankheiten künftig mit Licht heilen? Dieser spannenden Frage sind Studierende der Natur- und Ingenieurswissenschaften bei der diesjährigen Photonik-Akademie in Heidelberg auf den Grund gegangen. Um zu erfahren wie optische Technologien bei Diagnose und Therapie von Krankheiten eingesetzt werden können, haben die Studierenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Rhein-Neckar-Region besucht. Sie gilt mit einer Vielzahl an Forschungseinrichtungen als Hochburg der Biophotonik.

Expertinnen und Experten haben den Nachwuchswissenschaftlern der Photonik-Akademie einen exklusiven Blick hinter die Kulissen gewährt und sie auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht. Beispielsweise ist der Einsatz von Lasern in der Augenheilkunde eine Errungenschaft der Biophotonik. Wie genau die optischen Strahlen Fehlsichtigkeit korrigiert, haben sich die Studierenden vor Ort erklären lassen.

Nachwuchs für die Photonik gewinnen

 „Wir wollen den Studierenden Einblick in aktuelle Forschungsschwerpunkte im Bereich der Photonik in Heidelberg geben, damit sie sich frühzeitig nach Spitzenplätzen in der Biophotonikforschung umschauen können“, sagte Dirk-Peter Herten vom Physikalisch-Chemischen Institut der Universität Heidelberg. Das Physikalisch-Chemische Institut, BioQuant und das Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg waren die Gastgeber der fünften Photonik-Akademie.

Für die Teilnehmer ist die Photonik-Akademie eine einmalige Erfahrung: „Die Photonik-Akademie hat mit einem vielseitigen Programm meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Das Event, was mir am meisten gefallen hat, war der Besuch bei der Firma VRmagic, die sich mit der Simulation von Augenheilkunde beschäftigt. Es hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, wie realistisch und detailgetreu es dieser Firma möglich ist, Diagnostik und Operationen abzubilden. Neben den Firmenbesuchen war es für mich auch sehr beeindruckend zu sehen, wie viel Kreativität in die Entwicklung neuer Lichtmikroskope fließt. Uns wurden reihenweise faszinierende Techniken vorgestellt, von denen jede ihre spezifischen Vorteile hat. Dadurch wurde mir klar, wie viele Möglichkeiten Mikroskopie Ingenieuren, Physikern und Chemikern zur Mitarbeit bietet. Ich kann Studenten, die nach ihrer Nische suchen, die Bewerbung für zukünftige Akademien nur empfehlen.“

Seit dem Jahr 2012 ist die Photonik-Akademie eine innovative Praxiswoche für Studierende. Ziel ist, den Nachwuchs auf die Photonik als Studien- oder Berufsziel aufmerksam zu machen. Bisher haben sich über 80 Partner, Institute und Unternehmen der Photonik-Branche an den Akademien beteiligt. Die Akademie ist Teil des Photonik Campus Deutschland, der gemeinsamen Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Wirtschaftsverbände im Bereich der Photonik VDMA, Spectaris und ZVEI und der Fraunhofer-Gesellschaft.