Nationaler Bildungsbericht

Der nationale Bildungsbericht informiert alle zwei Jahre über den Stand und die Perspektiven des deutschen Bildungssystems. Er ist eine wichtige Diskussionsgrundlage für Politik und Öffentlichkeit.

Der nationale Bildungsbericht rückt das gesamte Bildungssystem in den Blick. © Thinkstock

Der nationale Bildungsbericht ist ein Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland.  Das Besondere an ihm: Er rückt das gesamte Bildungssystem in den Blick, also die Bildung im gesamten Lebensverlauf - von der Kita über die Schule, von der beruflichen Ausbildung und der Hochschule bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.

Aktuelle Trends im Bildungswesen

Mit der Breite seines Ansatzes wendet sich der Bericht an Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und an die Praxis. Ebenso werden der interessierten Öffentlichkeit, der Wissenschaft sowie Lehrenden und Lernenden aktuelle Informationen über Trends im Bildungswesen zur Verfügung gestellt.

Alle zwei Jahre informiert der Bericht über die strukturellen Entwicklungen im Bildungswesen: über die Ausgaben für Bildung beispielsweise ebenso wie über den Bildungsstand der Bevölkerung, die Teilnehmerquote an Weiterbildungen oder die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten. Zudem enthalten die Bildungsberichte jeweils ein Kapitel zu einem wechselnden Schwerpunktthema.

Statistische Kennziffern

Der Kern des Berichts ist ein differenzierter, systematischer, regelmäßig aktualisierbarer Satz von statistischen Kennziffern, die als so genannte Indikatoren gebündelt werden und jeweils zentrale Aspekte  des Bildungssystems beleuchten. Diese Indikatoren werden auf Basis veränderter Datengrundlagen und neuen Schwerpunkten weiter entwickelt.

Alle zwei Jahre

Der Bildungsbericht ist Bestandteil der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern nach Artikel 91b Absatz 2 GG. Im Frühjahr 2004 hatten die Länder und der Bund vereinbart, künftig gemeinsam alle zwei Jahre einen solchen Bericht vorzulegen.
 

Dieses umfassende Orientierungswissen beruht  auf einer kontinuierlichen Recherche, Systematisierung und Zusammenstellung von  verfügbaren repräsentativen und fortschreibbaren Daten und Befunden aus amtlichen Quellen sowie sozialwissenschaftlichen Erhebungen. Die Daten werden systematisiert, mit Blick auf übergreifende Fragestellungen analysiert und in ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und Erträgen interpretiert. Der Bericht ist deshalb besonders aufschlussreich, weil er Entwicklungen über alle Bildungsbereiche hinweg darstellt.

Erstellt von unabhängigen Wissenschaftlern

Erstellt wird der Bildungsbericht von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern  - unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Diese Fachleute kommen vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) und den Statistischen Ämtern von Bund und Ländern. Auftraggeber sind die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).