Neubau des Bundesforschungsministeriums ausgezeichnet

Wärme für Strom und Heizung selbst herstellen: Eine große gasbetriebene Brennstoffzelle macht das im Bundesforschungsministerium möglich. "Unser Neubau steht auch im Zeichen der Energiewende", sagte Bundesministerin Johanna Wanka.

Übergabe des Nachhaltigkeitszertifikats in Gold an das BMBF
Übergabe des Nachhaltigkeitszertifikats in Gold an das BMBF © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Der Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin ist mit dem Nachhaltigkeitszertifikat in Gold ausgezeichnet worden. Bundesbauministerin Barbara Hendricks übergab die Urkunde an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

„Wir setzen um, was Forschung heute möglich macht“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Sie verwies auf die  Brennstoffzelle, die Solarpanelen, die LED-Beleuchtung und die hohe architektonische Qualität des Gebäudes. „Unser Neubau verkörpert Bildung und Forschung in besonders nachhaltiger Weise.“

Bundesbauministerin Barbara Hendricks äußerte sich erfreut darüber, dass das große Gebäude pünktlich und zu den vereinbarten Kosten fertig geworden sei und für den Bund wirtschaftlich betrieben werde. Bauherrin und Eigentümerin des neuen Berliner Dienstsitzes ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Das 173 Meter lange Gebäude ist so hochwertig gebaut, dass eine Zertifizierung in der Stufe Gold möglich ist. Dazu zählt der Energiebedarf, der um über 70 Prozent unter der Vorgabe der geltenden Energieeinsparverordnung liegt - und vor allem die innovative Kraft-Wärme-Kopplung mit Blockheizkraftwerk und Brennstoffzelle. Die einzelnen Anlagekomponenten sind vernetzt. So trägt das LED-Beleuchtungssystem in allen Räumen zur Senkung des Stromverbrauchs bei. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern und an der Fassade erzeugen rund 100.000 kWh elektrische Energie im Jahr. Über den ökologischen Vorteil hinaus gibt es auch einen wirtschaftlichen Vorteil: die Energiekosten sind gering.

Der Neubau am Kapelle-Ufer im Berliner Spreebogen ist das erste zivile Gebäude der Bundesregierung, das im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) errichtet wurde und jetzt durch den privaten Partner (BAM) über eine Zeit von 27 Jahren betrieben und unterhalten wird.