Neubau für die Implantatforschung

In Hannover hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Forschungsgebäude des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) eröffnet. Der Neubau soll die Kompetenzen bündeln.

Eröffnung des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung
Neue Labore für das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung. © MHH/Karin Kaiser

Das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) ist ein gemeinsames biomedizintechnisches Großprojekt dreier hannoverscher Hochschulen, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität sowie der tierärztlichen Hochschule.

Seit der Gründung des Netzwerks im Jahr 2008 arbeiten rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der drei Hochschulen gemeinsam an der Entwicklung biologischer, biofunktionalisierter und infektionsresistenter Implantate, die ausgefallene Organfunktionen wiederherstellen können. Möglich macht das zum Beispiel die Forschung rund um das Tissue Engineering, also die künstliche Züchtung von Gewebe.

Bislang war die Einrichtung auf acht Standorte in der Region Hannover verteilt. Mit einem neuen Forschungsgebäude können die Kompetenzen nun an einem Standort gebündelt werden.

Die Kosten für den Neubau betrugen 60 Millionen Euro. Das Bundesforschungsministerium und das Land Niedersachsen haben dafür jeweils 27 Millionen Euro bereitgestellt. Die Brauckmann-Wittenberg-Herz-Stiftung hat das Projekt mit weiteren sechs Millionen Euro unterstützt.