Neue Forschungsfabrik für das Auto der Zukunft

Leicht, umweltschonend sicher: Der Forschungscampus „Open Hybrid LabFactory“ in Wolfsburg entwickelt das Auto der Zukunft. Bundesministerin Johanna Wanka hat ihn besucht.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei ihrem Besuch im Forschungscampus „Open Hybrid LabFactory“ in Wolfsburg.
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei ihrem Besuch im Forschungscampus „Open Hybrid LabFactory“ in Wolfsburg. © Christian Bierwagen

Der Forschungscampus Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg ist am 22. September 2016 feierlich eröffnet worden. „Die Forschungsfabrik ist das weit über Wolfsburg hinaus beachtete Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft“, sagte Bundesministerin Johanna Wanka in Wolfsburg. Wegen der guten Bedingungen auf einem Forschungscampus  könnten Forschungsergebnisse schneller in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umgesetzt werden.

Im Forschungscampus „Open Hybrid LabFactory“ wird die gesamte Wertschöpfungskette für hybride Bauteile abgebildet: von der Konzeption über die Herstellung von Verstärkungstextilien und den hybriden Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling. Ziel ist es, besonders leichte und somit energie- und ressourceneffiziente Fahrzeugkarosserien und Antriebssystemen in hohen Stückzahlen zu produzieren. Forscher entwickeln dazu die so genannte Hybridbauweise weiter. Dabei werden Werkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften - wie Metall, Kunststoff und textile Strukturen - zu möglichst leichten Bauteilen zusammengefügt. Dabei bieten sie dieselbe hohe Sicherheit und Leistung wie konventionelle Autos.

Fachleute aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie arbeiten in dieser Forschungsfabrik auf Augenhöhe unter einem Dach zusammen. Auch Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler profitieren von den vielfältigen Perspektiven und den Erfahrungen der Partner.

Das Forschungscampus-Programm

Die Forschung in der "Open Hybrid LabFactory" wird im Forschungscampus-Programm des Bundes mit bis zu 30 Millionen Euro gefördert. In dem Wettbewerb war das LeichtbauCampus-Konsortium unter Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität Braunschweig mit dem Engagement von Industriepartnern wie der Volkswagen AG als eines von neun geförderten Campi erfolgreich. Insgesamt werden über 90 Millionen Euro für Ausstattung und erste Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Land Niedersachsen, der Stadt Wolfsburg und Industriepartnern bereitgestellt.