Neue Impulse für exzellente Innovation in Europa

Das Bundesforschungsministerium macht Vorschläge zur Gestaltung eines Europäischen Innovationsrates (EIC). In einem Positionspapier schlägt es Maßnahmen vor, mit denen der EIC deutliche Impulse für exzellente Innovation in Europa setzen könnte.

Im Juni 2015 hat Forschungskommissar Carlos Moedas mit den „drei Os" - „Open science, Open innovation, Open to the world" - die strategischen Prioritäten seiner politischen Agenda benannt. Als maßgeblichen Teil von „Open innovation" hat er die Schaffung eines Europäischen Innovationsrates (EIC) angekündigt. Im Laufe der letzten Monate hat die Diskussion um die Gestalt eines EIC zugenommen. Mit dem Mitte Februar 2016 von Kommissar Moedas eröffneten „Call for Ideas" konnten interessierte Stakeholder ihre Ideen und Gedanken zu einem verbesserten Innovationsgeschehen und konkret zum EIC kundtun.

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Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat dazu ein Positionspapier erarbeitet. Es greift die laufende Diskussion auf und ist der BMBF-Beitrag zur Gestaltung des EIC. Es umfasst Vorschläge zur strategischen Positionierung und zum Instrumentarium des EIC. Darüber hinaus zielt es auf die Schaffung einer Exzellenzplattform für Innovationen, die - ähnlich wie der Europäische Forschungsrat (ERC) – nicht nur eine finanzielle Förderung bietet, sondern als prestigeträchtiges Markenzeichen fungiert. So soll den ausgezeichneten Innovatoren Reputationsgewinne und internationale Aufmerksamkeit bei potentiellen Kooperationspartnern, Investoren und Kunden in Aussicht gestellt werden.

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen könnte der EIC deutliche Impulse für „Exzellente Innovation" setzen und zudem als zentraler Ansprechpartner („one stop-shop") für Innovatoren auf der Suche nach europäischen Fördermitteln fungieren.